Chrysler Newport (1961-1976)

Der Name Newport wurde vom US-amerikanischen Automobilhersteller Chrysler mehrfach verwendet: Von 1940 bis 1941 für einen in 6 Exemplaren gebauten Prototypen, von 1949 bis 1954 als Zusatzbezeichnung für die zweitürigen Hardtop-Modelle der Baureihen New Yorker, Saratoga und Windsor, vor allem aber für das preisgünstigste Full Size-Modell der Marke von 1961 bis 1976.

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Der erste Newport, offiziell Chrysler Newport Phaeton genannt, wurde 1940 bis 1941 in nur 6 (nach manchen Quellen 5) Exemplaren gebaut. Eine Serienfertigung war nicht vorgesehen. Interessant ist die moderne Interpretation einer zu diesem Zeitpunkt bereits praktisch verschwundenden Karosserieform, dem Phaeton mit zwei Windschutzscheiben. Zusammen mit dem gleichzeitig entwickelten Prototypen Thunderbolt (mit hydraulich versenkbarem Metalldach) gehörten diese beiden Modelle zu den ersten mit versenkbaren Scheinwerfern nach dem Vorbild des Cord 810/812 (1935-37). Entworfen und gebaut wurden sie in Zusammenarbeit mit LeBaron, zu diesem Zeitpunkt eine Marke des Karossierherstellers Briggs Briggs Manufacturing Company auf dem Fahrgestell des Serienmodells New Yorker. Verantwortlich für das Design des Thunderbolt war Alex Tremulis und für den Newport Ralph Roberts.

Käufer eines Newport Phaeton waren unter anderem Firmengründer Walter Chrysler und die Schauspielerin Lana Turner.

Einem Newport Phaeton kam die Ehre zu, als Pace Car für das 500-Meilen Rennen von Indianapolis zu dienen. Dies war das einzige Jahr in der Geschichte der Veranstaltung in dem kein Serienmodell ausgewählt wurde.

Versenkbare Scheinwerfer gab es nur noch bei der Chrysler-Tochtergesellschaft DeSoto für das Modelljahr 1942. Solche Systeme tauchten bei Chrysler erst in den späten 60er-Jahren wieder auf.

 

 

1971 wurde eine neue Unterserie herausgebracht, der Newport Royal. Er entsprach dem normalen Newport, hatte aber einen schwächeren Motor mit 5.899 cm³ Hubraum und 255 bhp (188 kW). Der Newport und der Newport Custom hatten weiterhin den 6,3 l – V8-Motor mit 275 bhp (202 kW). Die etwas geglätteten Karosserien entsprachen im Wesentlichen denen des Vorjahres, wobei nur noch die 4-türige Limousine und die beiden Hardtop-Modelle angeboten wurden.

1972 gab es einen neuen Kühlergrill mit einem vertikalen verchromten Rahmenstab in der Mitte. Der Newport ohne Zusatzbezeichnung fiel weg, sodass nur noch der Newport Royal und der Newport Custom gebaut wurden. Beide hatten nun einen Motor mit 6.555 cm³ Hubraum, der 190 hp (138 kW) abgab, wobei der 7,2-L-Motor des New Yorker im Newport Custom gegen Aufpreis erhältlich war.

1973 wurde der Newport Royal wieder zum Newport. Die 6,6 l-V8-Maschine gab jetzt nur noch 185 bhp (136 kW) abgab. Für deises Jahr wurde die komplette Vorderfront geändert, der Kühlregrill verlor seine Pfeilform und bekam stattdessen einen etwas nach vorne versetzten Mittelteil und eine konventionelle Stoßstange.

1974 stand wieder ein großes Facelift an. Zwar blieb es bei einem ähnlichen Kühlergrill wie im Vorjahr, aber der Wagen wurde um 1“ niedriger, 1“ breiter und 5“ kürzer. Der Radstand betrug aber unverändert 3.150 mm. Die Ölkrise sorgte für die Rückkehr des „kleinen“ 5,9 l –V8, der auf Wunsch ohne Mehr- oder Minderpreis anstatt des 6,6 l – Motors eingebaut werden konnte. Trotzdem brachen die Verkaufszahlen drastisch ein.

In den beiden letzten Jahren gab es keine Änderungen an diesem Modell mehr.

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