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Kategorie: Ferrari 599

Ferrari 599 GTB / 599 GTO (2006-)

Der Ferrari 599 ist der Nachfolger des Ferrari 575. Verkaufsstart war im Sommer 2006. Für das Design zeichnet wieder Pininfarina als Haus-Designer verantwortlich.

Strandtuch Ferrari 599 GTB Las Vegas 86 x 163 cm

Modelle

599 GTB

Der 599 GTB Fiorano (Fiorano, nach der Teststrecke, auf der Ferrari die Renn- und Straßenwagen entwickelt; GTB steht für Gran Turismo Berlinetta) ist der Nachfolger des 575 M Maranello. Zum ersten Mal war der 599 GTB Fiorano auf dem Genfer Auto-Salon live zu sehen.

Technisch basiert der 599 GTB auf dem Ferrari Enzo Ferrari, ist jedoch mit weniger Leistung ausgestattet. Somit ist er der zweitstärkste Ferrari aller Zeiten. Der 599 GTB führt die lange Tradition der Frontmotor-V12-Sportwagen von Ferrari fort. Wie viele dieser Frontmotor-Ferraris verfügt auch der 599 über einen Antrieb in Transaxle-Bauweise mit dem Getriebe an der Hinterachse. Die neue Traktionskontrolle „F1 Trac“ des Wagens wurde zusammen mit dem siebenfachen Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher entwickelt. Der 599 GTB wird entweder mit herkömmlicher 6-Gang-Schaltung oder mit Ferraris „F1-SuperFast“-Schaltung gebaut, mit der Schaltvorgänge in unter 100 Millisekunden durchgeführt werden. Die Leitbleche an der C-Säule stabilisieren den Wagen bei hohen Geschwindigkeiten, ähnlich wie ein Heckflügel.

Als Extras stehen unter anderem eine Carbon-Keramik-Bremsanlage (seit dem Bj. 2009 serienmäßig), verschiedene Carbondekoreinlagen für den Innenraum, und ein Becker-Navigationssystem mit integriertem Autotelefon, welches das SIM Access Profile unterstützt, zur Verfügung.

599 GTO

Am 8. April 2010 präsentierte Ferrari mit dem 599 GTO ein auf lediglich 599 Exemplare limitiertes Sondermodell des 599. Der 599 GTO basiert auf dem 2009 vorgestellten Ferrari 599XX.

Die Karosserie des GTO hebt sich vom GTB vor allem durch die zusätzlichen Entlüftungsöffnungen und das mattschwarze Dach ab.

 

 

Unter der Motorhaube arbeitet ein 493 kW (670 PS) starker Sechsliter-V12 der den 1495 Kilogramm schweren Sportwagen laut Ferrari in 3,35 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigt und eine Höchstgeschwindigkeit von > 335 km/h ermöglichen soll. Das maximale Drehmoment des Aggregats liegt bei 620 Nm. Durch den Einsatz zahlreicher Leichtbaukomponenten (dünnere Scheiben sowie dünneres Alublech) wird das Trockengewicht auf 1495 Kilogramm reduziert, wodurch das Leistungsgewicht des GTO bei nur 2,23 kg/PS liegt. Den Durchschnittsverbrauch des nach Euro 5 eingestuften Motors gibt Ferrari mit 17,5 Liter (411 g/km CO2) an.

Das sogenannte „Virtual Race Engineer“-System (VRE) zeigt dem Fahrer alle wichtigen Informationen zum Fahrverhalten an. Die Weltpremiere des 599 GTO findet Ende April 2010 auf der Motor Show in Peking statt.

599XX

Der beim Genfer Auto-Salon 2009 vorgestellte 599XX ist eine Rennversion des 599 GTB. Der Wagen leistet 537 kW (730 PS) bei 9000/min und ist durch die Verwendung von Karosserieteilen aus Carbon, speziellen Legierungen im Motorblock und eine Keramikbremsanlage gewichtsreduziert. Ein neues Schaltsetup des Getriebes reduziert Gangwechsel auf ein Minimum von 60 ms. Die Karosserie und der Unterboden sind aerodynamisch optimiert, sodass ein Anpressdruck von 280 kg bei 200 km/h und 630 kg bei 300 km/h entwickelt wird. Ferner fährt der Wagen auf 29/67-R19-Vorder- und einer 31/71-R19-Hinterradbereifung auf 19×11J-Felgen vorne und 19×12J hinten.

Der Ferrari 599XX besitz im Kofferraum ein neuartiges System, Active flow genannt. Dabei handelt es sich um Ventilatoren, die einen Teil der Luft die unter dem Fahrzeug fließt, noch vor dem erreichen des Diffusors absaugen. Dabei wird jedoch nur der kleine Teil des Luftstromes, der sich kurz vor dem Abreißlimit befindet, durch ein poröse Schicht hindurch angesaugt. Weil dadurch Luftturbulenzen verhindert werden, kann die Diffusorschräge nun mehr als sie sonst üblichen 7° betragen, ohne dass der Luftfluss abreißt. Was für mehr Anpressdruck bei gleichem Luftwiderstand sorgt. Da die angesaugte Luft jedoch auch irgendwo wieder entweichen muss, was hier über die Hinterlicht-Attrappen erfolgt. Wird der Luftstrom, um Mikroturbulenzen beim Ausströmen zu verringern, von Piezo gesteuerten Membranen auf eine Schwingung von 800 Hz gebracht, was sich positiv auf den cw-Wert auswirkt.

Der Preis beträgt über eine Million Dollar und die Kleinserie ist auf 30 Exemplare begrenzt, welche an ausgewählte Kunden abgegeben werden.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Ferrari 599 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Auf dieser Seite sind auch Versionen und Autorenangaben verzeichnet.