Ferrari Testarossa (1984-1991)

Der Ferrari Testarossa ist ein Automobil von Ferrari, das 1984 als Nachfolger des Ferrari 512 BB in Produktion ging. Der Name erinnert an die erfolgreichen Frontmotor-Rennsportwagen Testa Rossa der 1950er und frühen 1960er Jahre.

Blechschild Ferrari Testarossa Auto Car 20 x 30 cm Reklame Retro Blechschild237

Der Name, der soviel wie „roter Kopf“ bedeutet, kommt von den rot lackierten Ventildeckeln des 12-Zylinder-Flachmotors. Eigentlich ist das schon das dritte Testarossa-Modell, die ersten beiden (der Vier- und der Zwölfzylinder aus den 1950ern) schrieben sich allerdings in sprachlich korrekter Trennung Testa Rossa. Der Motor ist technisch gesehen ein 180°-V-Motor (kein typischer Boxermotor), da sich jeweils die Pleuel zweier gegenüberliegender Kolben eine Kurbelwellenkröpfung teilen, und befindet sich hinter dem Fahrer, allerdings noch vor der Hinterachse; es handelt sich somit um einen Mittelmotor. Beim Motor handelt es sich um einen DOHC mit einer Bosch K-Jetronic Benzineinspritzung. Die Leistung beträgt 291 kW (390 PS). Das Auto erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 290 km/h und beschleunigt von 0-100 km/h in 5,3 s. Die Strecke von 400 Metern legt der Testarossa aus dem Stand in 13,5 s zurück.

Das Auto gewann viele Vergleichstests und fand viele Verehrer. Fast 7.500 Testarossa, 512 TR und 512 M wurden hergestellt, und sind damit einige der gängigsten Ferrari-Modelle trotz des hohen Preises.

Das Auto basiert auf dem 512 BB. Beide teilen sich die gleiche Basisplattform, denn unter der Karosserie befand sich ein recht konventioneller Leiterrahmen mit Längs- und Querträgern (Gitterrohrrahmen), der sich durch seine ausgezeichnete Verwindungssteifigkeit hervorhebt. Das Chassis unterschied sich von konventionellen Strukturen durch einen Hilfsrahmen, in den das Antriebsaggregat integriert war. Dieser konnte vom Rahmen abgetrennt werden, um im Bedarfsfall den Zugang zu dem Zwölfzylindermotor zu erleichtern. Wegen der ungünstigen Gewichtsverteilung von 40:60 (Vorderachse:Hinterachse) besaß der Testarossa an der Hinterachse pro Rad zwei Federbeine (Stoßdämpfer-Schraubenfeder-Verbund) und war vorne mit doppelten Dreiecksquerlenkerachsen und hinten mit doppelten Trapezquerlenkerachsen ausgerüstet. Abgeschwächt wurde das Ungleichgewicht ferner durch unterschiedliche Reifengrößen, die die Bodenhaftung optimierten - auf der Vorderachse waren 225/50, auf der Hinterachse breitere 255/50 Reifen montiert. Ein bedeutsamer mechanischer Unterschied war der Kühler: Der 512 BB besaß einen einzelnen Kühler in der Front, während der Testarossa ein Paar auf jeder Seite vor den Hinterrädern besaß. Dies machte die Seitenschlitze und die breite Karosserie nötig.

Der Testarossa war auch bekannt für sein Erscheinen in der 1980er-Jahre-Fernsehserie Miami Vice. Dies machte ihn zu dem bekanntesten Ferrari seit dem Ferrari 308 in der Serie Magnum. Der Testarossa wurde auch in Segas erfolgreichem Automatenspiel Out Run verwendet.

 

 

512 TR

Der originale Testarossa wurde 1991 modifiziert und erschien als 512 TR. Die Leistung der 4,9-Liter-Maschine wurde auf 319 kW (428 PS) erhöht; vor allem durch die geänderten Zylinderköpfe mit größeren Ventilen, die modifizierte Auspuffanlage und die neuen Airboxen wurde dieser Leistungszuwachs erreicht. Optisch hebt sich der 512 TR in erster Linie in der Gestaltung der Front vom Testarossa ab. Statt des durchgehend parallel verlaufenden Grills ist dieser nun trapezförmig und übernimmt die Designlinie des 348 tb. Hinten ist der „Höcker“ auf dem Motorgrill flacher und mit einem zusätzlichen Kühlschlitz versehen; die gelochten Metallbänder an den beiden Finnen der Motorhaube fehlen und die Heckschürze bildet eine Einfassung für die Abgasrohre.

F 512 M

Der Modificata F 512 M war 1994 der letzte Testarossa mit einer 324 kW (440 PS) starken Maschine. Er war der letzte Mittelmotor-Zwölfzylinder mit Ausnahme des F50 und Enzo, und besaß den letzten Flachmotor der Firma. Zu erkennen ist der Wagen an der Front durch Leuchten hinter Klarglas (vorher waren es Klappscheinwerfer) und am Heck durch je rechts und links zwei runde Leuchtelemente (beim Testarossa und 512 TR lagen die Leuchten hinter den schwarzen Kühlerblenden). Er wurde 1996 vom Frontmotor-getriebenen 550 Maranello ersetzt.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Ferrari Testarossa aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Auf dieser Seite sind auch Versionen und Autorenangaben verzeichnet.

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.