Ford Consul (GGFL) (1972-1975) / Consul Coupe (GGCL) (1972-1975) / Consul Turnier (GGNL) (1972-1975)

Ford Consul war die Modellbezeichnung eines Mittelklassewagens der britischen Fordwerke in den 1950er Jahren und die eines europäischen Ford der oberen Mittelklasse Anfang der 70er.

Ford Consul: Automobile, Ford of Britain, Ford Zephyr, Ford Cortina, Ford Pilot, E. D. Abbott Ltd, MacPherson strut, Suspension (vehicle)

Der britische Ford Consul (1950–1962)

Ford Consul I (1950–1956)

Die britischen Ford-Werke präsentierten 1950 einen neuen Mittelklassewagen. Er hatte als erster europäischer Ford eine moderne Pontonkarosserie und einen neu konstruierten Motor mit 1500 cm³ und 48 PS (36 KW). Bemerkenswert war seine innovative Radaufhängung, die vom amerikanischen Ingenieur Earl S. McPherson entwickelt worden war: die McPherson-Achse. Sie besteht als wesentliche Neuerung aus dem McPherson-Federbein, das mit einem einfachen Querlenker und dem Querstabilisator das Rad führt. Diese Federbein-Konstruktion hat sich seitdem weltweit durchgesetzt, wobei radführende Stabilisatoren in der Regel nicht mehr verwendet werden, sondern mit dem einfachen Querlenker zu Dreieckquerlenkern zusammengelegt werden.

Ford Consul II (1956–1962)

1956 präsentierte Ford eine neue Generation des Consul mit der internen Bezeichnung 204E. Er hatte eine dem Zeitgeschmack entsprechende Karosserie und einen auf 1700 cm³ und 60 PS (44 KW) vergrößerten Motor. Er wurde, wie auch das Vorgängermodell, nicht in Deutschland angeboten. Ford Köln übernahm den englischen Wagen nicht, sondern entwickelte stattdessen ein eigenes Modell in gleicher Größe, den 17M P2.

Mit dem Modellwechsel 1962 gaben die britischen Ford-Werke den Namen "Consul" zunächst auf, das Nachfolgemodell nannte sich Ford Cortina.

 

 

Ford Consul 315, Typ 110E

Es handelt sich hierbei um ein aus Großbritannien u.a. in die Schweiz importiertes Fahrzeug mit 433,8 cm Gesamtlänge, welches mit seiner eigenartigen Karosserieform und der nach innen gewölbten Heckscheibe Anfang der Sechzigerjahre relativ selten war. Vier große Scheinwerfer leuchteten die Straße damals gut aus. Der 1340 cm³-Vierzylinder-Motor hat gemäß Prospekt eine Leistung von 57 PS bei 5000 U/Min. Über ein synchronisiertes Viergang-Handschaltgetriebe mit Lenkradschaltung wurde die Kraft auf die Hinterräder übertragen. Das Gewicht ist mit 918 kg fahrbereit angegeben.

Der europäische Ford Consul (1972–1975)

Ford Consul (1972–1975)

Bei dem Modellwechsel in der oberen Mittelklasse 1972 wurden das englische und das deutsche Modell zu einer europäischen Modellreihe mit zwei Varianten in gleichen Karosserie zusammengeführt:

Die Bezeichnung Ford Consul für das einfacher ausgestattete Modell war in Deutschland neu. Die luxuriösere Variante bekam den neuen Namen Ford Granada und war in der oberen Mittelklasse positioniert.

Der Consul war also Nachfolger des deutschen 17M und des englischen Zephyr 4, der Granada Nachfolger des deutschen 20M bzw. 26M und der englischen 6-Zylinder-Fahrzeuge Zephyr 6 und Zodiac, der etwas luxuriöseren Variante.

1974 wurde der Consul mit der neueren Seitenpartie ohne "Hüftschwung" angeboten und das Fastback hieß (wie beim Granada) nun Coupé.

1975 wurde anlässlich einer Typenbereinigung der Name „Consul" aufgegeben und für alle Modelle der oberen Mittelklasse die Bezeichnung „Granada" verwendet.

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