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Kategorie: Hyundai Santa Fe

Hyundai Santa Fe (SM) (2000-)

Der Hyundai Santa Fe ist ein Sport Utility Vehicle des südkoreanischen Herstellers Hyundai, das seit Herbst 2000 hergestellt wird. Es verfügt über Front- und wahlweise Allradantrieb und war im Hyundai-Konzern bei seinem Erscheinen zwischen dem Hyundai Tucson und dem größeren Geländewagen Terracan platziert, zwischen Tucson und Veracruz (2006–2012) in den USA bzw. dem ix55 (2009–2011) in Europa.

Sitzbezüge Autositzbezüge Bezüge Schonbezüge für HYUNDAI SANTA FE

Santa Fe (Typ SM, 2000–2006)

Mit der Einführung des Hyundai Santa Fe im März 2001 versuchte der koreanische Autohersteller erstmals, auf dem Gebiet der „sportlichen Universalfahrzeuge“ (SUV) Fuß zu fassen. Dies gelang aber nicht wirklich, möglicherweise bedingt durch das seinerzeit noch ungewöhnliche Karosseriedesign. Ganz anders in den USA, wo die Nachfrage nach dem Hyundai Santa Fe gerade wegen seines Designs besonders groß war, sodass er sofort zum Bestseller der Hyundai-Modellpalette wurde und es zu langen Lieferzeiten kam. Gerade das Modell Santa Fe trug auf dem amerikanischen Markt dazu bei, die Marke durchzusetzen. In Russland wird der Santa Fe seit 2005 von der Taganrogski Awtomobilny Sawod hergestellt.

Seit 2007 trägt das Modell dort nun den Modellnamen Santa Fe Classic. In der Volksrepublik China wird der Santa Fe ebenfalls weiterhin montiert und wird dort unter dem Markennamen Beijing-Hyundai vermarktet. Parallel dazu gibt es seit 2008 auch eine billigere Version unter dem Namen Hawtai Santa Fe[1]. Eine spezielle Sportversion ist unter dem Haw-Tai-Markennamen der C9[2] welcher mit einem aggressiven Styling auf sich aufmerksam macht und mit Leistungen von 118 und 215 PS erhältlich ist.

Technik

Serienmäßig besaßen alle Santa Fe-Modelle der ersten Generation, außer dem Modell mit dem 2,7-l-V6-Aggregat, eine angetriebene Vorderachse (2WD-Two-Wheel-Drive). Gegen Aufpreis war für alle anderen Motorvarianten Allradantrieb (4WD) erhältlich.

Der Allradantrieb war bis Ende 2005 ein rein mechanisch geregeltes System. Eine Viscokupplung verteilte je nach Schlupf die Antriebskräfte zwischen Vorder (VA) und Hinterachse (HA). Standard waren 60 % VA zu 40 % HA, bei Schlupf bis max. 10 % VA und 90 % HA. An die Stelle der eingesetzten Viscokupplung trat ab dem Facelift 2005 (beim Diesel VGT, 2006 bei den Benzinern), ein elektronisch geregeltes System mit elektromagnetisch betätigter Mehrscheibenkupplung („Interactive Torque Management“). Dadurch wurde in Kombination mit der Antischlupfregelung (je nach Absatzmarkt) eine variable Kraftverteilung für jedes einzelne Rad möglich. Bei Fahrten auf der Straße lenkt das System die gesamte Antriebskraft auf die Vorderräder. Lediglich bei entstehendem Schlupf an der Vorderachse werden die Hinterräder mit bis zu 50 Prozent der Antriebskraft versorgt.

Eine Traktionskontrolle war je nach Absatzmarkt für verschiedene Motorvarianten verfügbar. Ein ESP wurde nie angeboten, ABS war dagegen in den meisten europäischen Ländern Serie.

Alle Modelle mit ABS hatten an allen Rädern Scheibenbremsen (vorne innenbelüftet). Ohne ABS kamen an der Hinterachse Trommelbremsen zum Einsatz.

Offroad-Fähigkeiten

Böschungswinkel Vorne/Hinten: 26°/28°

Rampenwinkel: 21°

Bodenfreiheit (min): 180 mm

Bauchfreiheit: 207 mm

Steigfähigkeit: 33 % (18°)

Wattiefe: 500 mm

Sicherheit

In der Basisausstattung waren bei den Modellen in Europa lediglich zwei Frontairbags vorhanden. Je nach Land, Motorisierung und Ausstattung variierten diese Vorgaben. So war zum Beispiel in der Schweiz lange Zeit nur der 2,7-l-V6-Benzinmotor mit Allradantrieb sowie Front- und Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer erhältlich (2004 durch den 145-PS-Dieselmotor ergänzt).

Dennoch erzielte der Hyundai Santa Fe in einem 2002 durchgeführten Euro-NCAP-Crashtest 16 von 18 möglichen Punkten beim Seitenaufprall in der getesteten Version ohne Seitenairbags. Beim Frontalaufprall-Test erreichte der Santa Fe 9 von 16 Punkten, die Fußgängersicherheit wurde mit einem von vier möglichen Sternen hingegen schlecht bewertet. Dennoch lag das Ergebnis über dem des Nachfolgemodells (mit Null Sternen).

Modellpflege

Im November 2004 wurden am Santa Fe im Rahmen eines Facelifts kleinere und größere Veränderungen vorgenommen. So erhielt der Santa Fe ein neues Allradsystem, den neuen VTG-Dieselmotor, neue Heckleuchten, geänderte Stoßfänger, einen mit Querstreben versehenen Kühlergrill sowie Detailüberarbeitungen im Innenraum (unter anderem ein geändertes Armaturenbrett).

Farben

Für die Santa Fe-Modelle der ersten Generation waren folgende Lackierungen erhältlich:

Solid
Weiß

Metallic
Warm Silver

Metallic
Stone Grey

Metallic
Ocher Beige

Metallic
Gold

Metallic
Cooper Orange

Metallic
Oyster Blue

Metallic
Pine Green

Metallic
Dark Navy Blue

Metallic
Dark Red

Solid
Ebony Black

 

Motoren

Motoren (Erste Generation)

Modell

Zylinder

Hubraum

Leistung

Getriebe

Antrieb

Bemerkung

Bauzeit

Benziner

2.0

Reihenvierzylinder

1997 cm²

99 kW (135 PS)

5-Gang-Schaltgetriebe

2WD

in Deutschland nicht erhältlich

2004–2006

2.4

Reihenvierzylinder

2351 cm²

107 kW (145 PS)

5-Gang-Schaltgetriebe

2WD oder 4WD

 

11/2000–03/2006

2.7 V6

V-Sechszylinder

2656 cm³

127 kW (173 PS)

4-Stufen-Automatik

4WD

 

11/2000–03/2006

3.5 V6

V-Sechszylinder

3497 cm³

149 kW (203 PS)

5-Stufen-Automatik

2WD oder 4WD

in Deutschland nicht erhältlich (nordamerikanischer Markt)

 

Diesel

2.0 CRDi

Reihenvierzylinder

1991 cm³

83 kW (113 PS)

4-Stufen-Automatik,
5-Gang-Schaltgetriebe

2WD oder 4WD

 

03/2001–03/2006

2.0 CRDi-VGT

Reihenvierzylinder

1991 cm³

92 kW (125 PS)

4-Stufen-Automatik,
5-Gang-Schaltgetriebe

2WD oder 4WD

 

11/2004–03/2006

2.0 CRDi-VGT

Reihenvierzylinder

1991 cm³

107 kW (145 PS)

5-Gang-Schaltgetriebe

 

in Deutschland nicht erhältlich

 
 

·        2WD = Two-Wheel-Drive (angetrieben über die Vorderachse)

·        4WD = Allradantrieb (Vorder- und Hinterachse werden angetrieben)

Santa Fe (Typ CM, 2006–2012)

Im April 2006 erschien ein grundlegend überarbeiteter Santa Fe. Vom Design her besitzt das Nachfolgemodell mit dem Vorgänger so gut wie keine Gemeinsamkeiten mehr. Hinsichtlich der Abmessungen wuchs das neue Modell in allen Bereichen und bot nun mehr Platz im Innenraum, sodass nun auch erstmals eine dritte Sitzreihe gegen Aufpreis erhältlich ist, die den Fünf- zum Siebensitzer erweitert.

Das Design und vor allem aber die Qualität sowie die verwendeten Materialien wurden verbessert, um eine jüngere Kundschaft durch ein modernes Design anzusprechen. Ein deutlich verbessertes Fahrverhalten und sportlichere Motoren waren für Hyundai ausschlaggebend dafür, den Santa Fe selbstbewusst „Sportsroader“ zu nennen.

Seit 2009 wird der Hyundai Santa Fe zusammen mit seinem koreanischen Schwestermodell Pyeonghwa Ppeokkugi 4WD innerhalb des im August 2007 vereinbartenArvinMeritor-Hyundai-Joint-Ventures im tschechischen Nošovice produziert. Das Pyeonghwa-Schwestermodell wird bislang nur in Korea, der Volksrepublik China und in der Tschechischen Republik angeboten. Bei beiden Modellen werden dieselben Motorisierungen und auch dasselbe Interieur verwendet. Sie sind lediglich durch das verwendete Markenlogo und den auf der Heckklappe angebrachten Modellnamen zu unterscheiden.

Die Fahrzeuge für die nordamerikanischen Märkte hingegen kamen seit März 2006 aus Produktion der Hyundai Motor Manufacturing Alabama in Montgomery (Alabama). Wegen der begrenzten Kapazität des Werkes hatte man die Produktion im September 2010 in das Werk der Kia Motors Manufacturing Georgia in West Point verlagern müssen.

Modellpflege

Im Spätherbst 2009 erhielt der Santa Fe ein Facelift an Front und Heck. Ab diesem Zeitpunkt kam kein Sechszylinder-Benziner mehr zum Einsatz, sondern ausschließlich Vierzylinder.

Ende 2011 wurde eine erneute Überarbeitung am Santa Fe durchgeführt, was fortan an silberfarbig lackierten Unterfahrschutzen vorn und hinten sowie an einer Chromleiste am Heck erkennbar ist. Weitere Charakteristika sind die schwarzen Einfassungen der Nebelscheinwerfer und eine schwarze Dachreling.[3]

An der Dachreling entfielen die beiden fest eingebauten Querträger, jetzt verfügt der Santa Fe über eine offene Reling wie die meisten PKWs. Der Dieselmotor 2.2 CRDI leistet nunmehr 197 PS und bietet ein höheres Drehmoment. Der neue Motor erfüllt die Euro-5-Norm.

Preise und Ausstattungen

Als einzige Ausstattung kommt im CM die GLS-Version zum Einsatz. Sie bietet serienmäßig unter anderem eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrische Fensterheber vorne und hinten, eine Alarmanlage sowie einen Bordcomputer, verchromte Türgriffe, eine Dachreling und elektrische Außenspiegel.

Im Vergleich zum Vorgänger wurde die Sicherheitsausstattung umfangreich erweitert. ESP und ABS sowie Kopf-, Seiten- und Frontairbags, eine elektronische Bremskraftverteilung, aktive Kopfstützen vorn und Seitenaufprallschutz in den Türen sind serienmäßig. Später kam eine Premium-Version dazu, die unter anderem zusätzliche Lederausstattung, Navi, Rückfahrkamera, Tempomat, Xenon-Scheinwerfer, einen Lichtsensor und ein Reifenluftdruckkontrollsystem enthielt.

Sonderausstattung:

·        zum Beispiel das Comfortpaket mit elektrisch einstellbaren Ledersitzen und Sitzheizung, einer Geschwindigkeitsregelanlage und getönten Scheiben sowie Metalleinstiegsblenden und Lederlenkrad/-schaltknauf; bei Fahrzeugen ohne Allradantrieb zusätzlich mit einer doppelten Klimaautomatik mit Luftgütesensor

·        ein elektrisches Panorama-Hub-/Schiebedach

·        Metallic- oder Mineraleffektlackierung

Sondermodelle

Am 23. Mai 2007 brachte Hyundai den Santa Fe als Sondermodell Vanilla White auf den Markt, um die im Vergleich zum kleineren Hyundai Tucson bisher niedrigeren Verkaufszahlen zu steigern. Das Sondermodell war äußerlich an seiner weißen Lackierung, 20-Zoll-Leichtmetallrädern, schwarzen Kotflügelverbreiterungen und einem Unterfahrschutz an Front und Heck zu erkennen. Im Innenraum fanden Ledersitze, -lenkrad und -schaltknauf, eine Sitzheizung vorne, Türeinstiegsleisten in Metalloptik, dunkel getönte Fondscheiben sowie eine Geschwindigkeitsregelanlage Verwendung. Das auf 100 Fahrzeuge limitierte Modell war ausschließlich mit 2,2-Liter-Dieselmotor und Allradantrieb erhältlich. Der Vanilla White war im Vergleich zum serienmäßigen Santa Fe mit Diesel und Allrad 9.000 Euro teurer.

Zur Einführung des neuen Santa Fe III wurde ab September 2012 der Santa Fe II (CM) als Premium-Version mit Automatikgetriebe und Allradantrieb verkauft. Die Kostenersparnis zum ehemaligen Listenpreis betrug rund 10.000 Euro.

Farben

Solid
Vanilla Weiß

Metallic
Platinum Silver

Metallic
Satin Beige

Metallic
Natural Khaki

Metallic
Blue Titanium

Mineraleffekt
Blue Onyx

Metallic
Superior Red

Solid
Ebony Black

 

Motoren

Motoren (Zweite Generation)

Modell

Zylinder

Hubraum

Leistung

Drehmoment

Getriebe

Abgasnorm

Bemerkung

Bauzeit

Benziner

2.4

Vierzylinder

2359 cm³

128 kW (174 PS)

226 Nm/3750 min−1

6-Gang-Schaltgetriebe,
6-Stufen-Automatik

Euro 5

2WD oder 4WD

2009–2012

2.7 V6

Sechszylinder

2656 cm³

139 kW (189 PS)

248 Nm/4000min−1

4-Stufen-Automatik,
5-Gang-Schaltgetriebe

Euro 4

2WD oder 4WD

2006–11/2009

3.3 V6

Sechszylinder

3342 cm³

178 kW (242 PS)

304 Nm/3500min−1

5-Stufen-Automatik

Euro 4

In Deutschland nicht erhältlich

 

4.4 V8

Achtzylinder

4378 cm³

235 kW (319 PS)

390 Nm/3000min−1

5-Stufen-Automatik

Euro 4

In Deutschland nicht erhältlich

 

Diesel

2.2 CRDi

Vierzylinder

2188 cm³

110 kW (150 PS)

335 Nm/1800–2500min−1

5-Stufen-Automatik,
5-Gang-Schaltgetriebe

Euro 3

2WD oder 4 WD

2006–2008

2.2 CRDi

Vierzylinder

2188 cm³

114 kW (155 PS)

343 Nm/1800–2500min−1

5-Stufen-Automatik,
5-Gang-Schaltgetriebe

Euro 4

2WD oder 4 WD

2007–11/2009

2.2 CRDi

Vierzylinder

2199 cm³

145 kW (197 PS)

421 Nm/1800–2500min−1

6-Stufen-Automatik,
6-Gang-Schaltgetriebe

Euro 5

2WD oder 4 WD

11/2009–2012

 

·        2WD = Two-Wheel-Drive (Frontantrieb)

·        4WD = Four-Wheel-Drive (Allradantrieb)

Santa Fe (Typ DM, seit 2012)

Im September 2012 kam die dritte Generation des Hyundai Santa Fe auf dem Markt.

Entgegen anfänglichen Behauptungen, das Modell würde in Europa in Hyundai ix45 umbenannt werden, wurde auch hier der Name Santa Fe beibehalten.[5] Das Modell wird in den USA in zwei Längen angeboten, wobei die kurze Version unter dem Namen Santa Fe Sport vertrieben wird.[6]

·        Heckansicht

 


In den USA stehen folgende Motoren zur Auswahl:

·        Benziner:

·        2.4 (140 kW/190 PS)

·        2.0 Turbo (194 kW/264 PS)

·        3.3 V6 (213 kW/290 PS)

 

Technische Daten

 

2.4

2.0 CRDi

2.2 CRDi

2.2 CRDi

Bauzeitraum

seit 09/2012

Motorkenndaten

Motortyp

R4-Ottomotor

R4-Dieselmotor

Gemischaufbereitung

Direkteinspritzung

Motoraufladung

Turbolader

Hubraum

2359 cm³

1995 cm³

2199 cm³

max. Leistung

141 kW (192 PS) bei 6300/min

110 kW (150 PS) bei 4000/min

145 kW (197 PS) bei 3800/min

max. Drehmoment

242 Nm bei 4250/min

383 Nm bei 1800–2500/min

421 Nm bei 1800–2500/min

Kraftübertragung

Antrieb, serienmäßig

Vorderradantrieb

Allradantrieb

Getriebe, serienmäßig

6-Gang-Schaltgetriebe

Getriebe, optimal

   

[6-Stufen-Automatikgetriebe]

Messwerte

Höchstgeschwindigkeit

190 km/h

187 km/h

190 km/h

Beschleunigung, 0–100 km/h

10,0 s

11,0 s

9,4–9,8 s

9,8–10,1 s

Kraftstoffverbrauch auf 100 km (kombiniert)

8,7 l Super

6,1 l Diesel

5,9–6,6 l Diesel

6,1–6,8 l Diesel

CO2-Emission (kombiniert)

202 g/km

159 g/km

155–173 g/km

159–178 g/km

Abgasnorm nach EU-Klassifikation

Euro 5

·        2WD = Two-Wheel-Drive (angetrieben über die Vorderachse)

·        4WD = Allradantrieb (Vorder- und Hinterachse werden angetrieben)

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