Die C-Klasse (Baureihe 202) wurde als Nachfolger der erfolgreichen 190er-Reihe im Mai 1993 vorgestellt. Sie gehört zur Mittelklasse und lehnt sich optisch an die Baureihe 124 und an die Baureihe 140 an. Neben der Standardausführung „Classic“ wurden zum Modellstart die Ausstattungsvarianten „Esprit“ (ohne Mehrpreis), „Elegance“ (Mehrpreis 3393 DM) und „Sport“ (Mehrpreis 4600 DM) angeboten. Im Herbst 1995 wurden auf der IAA in Frankfurt einige Neuerungen vorgestellt. Im Rahmen einer Modellpflege in der Mitte der Bauzeit im Juni 1997 wurden serienmäßig Bremsassistent und Sidebags sowie ein Schlüssel ohne Bart („Elcode“) und flexible Wartungintervalle durch das „Assyst-System“ angeboten. Motorseitig sind die neuen V6-Motoren zu nennen, die über Dreiventiltechnik und Doppelzündung verfügen. Im September 1997 hielt zudem die Common-Rail-Direkteinspritzung im C 220 CDI Einzug, welcher kurzfristig als C 220 Turbodiesel bezeichnet wird. Ab 1998 versah Mercedes-Benz den Unterboden mit einer neuartigen Grundierung, die einen besseren Rostschutz bieten sollte. Die neue Grundierung wurde aber 1999 schon wieder abgeschafft, da die Fahrzeuge von 1998 und 1999 mehr rosteten als jemals zuvor.

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Zum ersten Mal bot Mercedes-Benz ab März 1996 in dieser Baureihe ein Kombimodell an, das mercedestypisch als T-Modell und intern mit S 202 bezeichnet wird. Nach dem Modellwechsel der Limousine im Jahr 2001 wurde das T-Modell in seinem letzten Jahr mit dem 2-Liter-Kompressormotor als C 200 Kompressor, dem 2-Liter-Saugmotor als C 180 und dem 2,6-Liter-V6-Motor als C 240 aus der neuen Baureihe Baureihe 203 angeboten.


 

Karosserie- und Ausstattungsvarianten

Die Baureihe 202 hat gegenüber seinem Vorgänger weichere Außenformen und deutlich mehr Platz im Innern. Außerdem verfügt er über verbesserte Merkmale bei der aktiven und passiven Sicherheit. Dazu gehörten im Einzelnen zur Serienausstattung: Fullsize-Fahrer-Airbag, integraler Seitenaufprallschutz, ABS, Servolenkung, Fünfgang-Getriebe und Zentralverriegelung.

Ausstattungslinien

  • Classic

Serienausstattung

  • Esprit

25 Millimeter tiefer gelegte Karosserie, farbiges Interieur.

  • Elegance

Farblich auf den Lack abgestimmte Schutzleisten sowie Chromeinlagen an verschiedenen Teilen wie Radzierblende, Schutzleiste und Türgriff. Dazu kamen vorn farblose Deckgläser für die Blinker und hinten Rückleuchten mit wechselnden Farben (bichromatisch).

  • Sport

25 Millimeter tiefergelegte Karosserie, straff abgestimmtes Fahrwerk und serienmäßig Breitreifen mit Leichtmetallfelgen im Fünfloch-Design.

AMG bot außerdem ein Ausstattungspaket für die neue C-Klasse an, das die dynamische Erscheinung des Fahrzeugs weiter erhöhte. Dazu zählten ein tiefergelegtes Sportfahrwerk, Leichtmetallräder im AMG-Design, modifizierte Front- und Heckschürzen sowie dezente Seitenschweller.

Sondermodelle

In der gesamten Bauzeit gab es zahlreiche Sondermodelle von Nobeltunern wie Brabus, Lorinser und Carlsson. Diese unterschieden sich in der Optik und den Motorleistungen von den Serienmodellen. Als Beispiele wären hier zu nennen: Brabus C V8 (300 kW/408 PS), Lorinser C32 (165 kW/225 PS), Carlsson C25TD (132 kW/180 PS).

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Motoren

Zum Start der Baureihe 202 stand bereits ein umfangreiches Typenprogramm mit vier Benzinern und drei Dieselmodellen zur Verfügung. Völlig neu konstruiert wurde nur der Motor des C 180 mit Vierventiltechnik und elektronischer Einspritzanlage samt P-Motorsteuerung. Bei den Benzinern hatten die Vierzylindermotoren und der kleine Reihensechszylindermotor jeweils vier Ventile pro Zylinder. Alle V-Motoren wiesen als technische Besonderheit eine Doppelzündung und drei Ventile pro Zylinder auf.

Vierventil-Technik für Dieselmotoren

Eine Weltpremiere stellten die neu entwickelten Motoren OM 604 (2155 Kubikzentimeter Hubraum) und OM 605 (2497 Kubikzentimeter Hubraum) dar: In diesen Aggregaten etablierte Mercedes-Benz die Vierventil-Technik für Dieselmotoren. Der Einsatz von vier statt zwei Ventilen je Zylinder ermöglichte ein erhöhtes Drehmoment- und Leistungsangebot über einen deutlich erweiterten Drehzahlbereich. Gleichzeitig sank der Kraftstoffverbrauch bei Volllast um bis zu acht Prozent. Wegen des verbesserten Ablaufs der Verbrennung verringert sich außerdem die Partikelemission um rund 30 Prozent. Die Abgasrückführung und der Oxidationskatalysator waren serienmäßig. Mercedes-Benz rüstete als erster Hersteller die Dieselmotoren serienmäßig aus. Dazu gehörten alle Motoren außer dem C 200 Diesel, welcher noch traditionell mit Zweiventiltechnik bestückt war.

 

 

Listenpreis Limousine „Classic“
(inkl. 15% USt. vom 01.Sept.1993)
 
C 200 Diesel 42.435 DM (21.697 €)
C 220 Diesel 44.275 DM (22.637 €)
C 250 Diesel 49.565 DM (25.342 €)
C 180 40.825 DM (20.873 €)
C 200 46.460 DM (23.755 €)
C 220 50.255 DM (25.695 €)
C 280 57.845 DM (27.576 €)
C 36 AMG 95.450 DM (48.803 €)

C 55 AMG

Von 1999 bis 2001 wurde in wenigen Exemplaren der C 55 AMG hergestellt. Der 5439 cm³ große V8-Motor leistet 255 kW (347 PS) und hat 510 Nm Drehmoment. Der Aufpreis als Limousine (Technikpaket) gegenüber dem C 43 AMG betrug 57.420 DM (29.358 €) laut offizieller Preisliste. Auch der C 55 AMG wurde sowohl als Limousine und auch als T-Modell (Kombi) gebaut. Die Limousine beschleunigt in 5,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Vmax-Abregelung wurde selten auf 280 km/h angehoben.

Entwicklung

  • 1993 erschien die erste AMG-Limousine als C 36 AMG mit Reihensechszylindermotor und serienmäßiger Viergangautomatik. Sonderanfertigungen wie C32 AMG (224PS) und 5 Gangschaltung.
  • 1994 Beifahrerairbag und Wegfahrsperre serienmäßig, IR-Fernbedienung.
  • 1995 erhielten alle Ausstattungsvarianten weiße Blinker, weiß-rote Heckleuchten, ein geändertes Kombiinstrument, eine andere Klimaautomatik und runde Schalter. Die Modelle C 220, C 200 DIESEL und C 250 DIESEL wurden eingestellt; Einführung C 230, C 230 KOMPRESSOR und C 250 TURBODIESEL
  • 1997 Modellpflege mit optischen Veränderungen außen und innen, serienmäßigen Seitenairbags (nur in den Vordertüren) und Gurtkraftbegrenzer, neuen V6-Motoren, Elcode und Assyst-System. Zudem Einführung der CDI-Motoren. Einführung C 43 AMG mit V8-Motor und nur mit Fünfgangautomatik als Limousine und als T-Modell.
  • 1998 ASR wird Serie in allen Modellen (bis auf C 180 dort wird ETS (Elektronisches Traktionssystem) Serie).
  • 1999 ESP und Tempomat serienmäßig. Einführung des C 55 AMG mit V8-Motor und nur mit Fünfgangautomatik als weitere besonders sportlich ausgerichtete Variante; nur in wenigen Exemplaren hergestellt, teilweise Vmax-Abregelung angehoben auf 280 km/h. Aufpreis als Limousine von 57.420 DM (29.358 €) gegenüber dem C 43 AMG. Als Limousine und als T-Modell gebaut.
  • 2000 Modellwechsel der Limousine, Nachfolger ist der W 203.
  • 2001 Modellwechsel beim T-Modell (S 203).

Technische Daten

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Mercedes-Benz BR 202 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Auf dieser Seite sind auch Versionen und Autorenangaben verzeichnet.