Der MG ZS ist eine sportliche Limousine, die MG, eine Marke von MG Rover, in den Jahren 2001 bis 2005 fertigte. Der ZS ist im Grunde eine sportlichere Version des Rover 45, der 1999 herauskam. Der 45 wiederum ist eine überarbeitete Version des Rover 400, der als Kombilimousine 1995 und als Limousine 1996 vorgestellt wurde. Dieser 400 hat viel gemeinsam mit dem Honda Civic der Baujahre 1995-1999, denn während seiner Entwicklung arbeiteten Rover und Honda in einer Partnerschaft, um Autos für den japanischen und europäischen Markt gemeinsam zu entwickeln.

MG: Britain's Favourite Sports Car (Haynes Classic Makes)

Entwicklung

Das Modell wurde schnell aus dem Rover 45 entwickelt, als BMW im Jahre 2000 Rover verkaufte. Die Entwicklung des Modells wurde vor allen Dingen dadurch beschleunigt, dass Rover bereits einen Prototyp mit V6-Motor und sportlichem Fahrwerk vom Vorgängertyp 400 geschaffen hatte. Tatsächlich entwickelte MG Rover von allen drei auf dem Markt angebotenen Modellen MG-Versionen: Dem Rover 25 wurde der MG ZR zur Seite gestellt, dem Rover 75 der MG ZT und dem Rover 45 eben der MG ZS.

Der Rover 45 hatte eigentlich keinen Ruf als Fahrerauto, tatsächlich aber war er das für eine Verwandlung in einen MG am besten geeignete Modell der Rover-Palette, da es als Honda-Erbe mit einer Vorderradaufhängung mit doppelten Querlenkern und einer Mehrlenkerhinterachse ausgestattet war.

Als Rover war der Wagen immer eher auf Komfort als auf Handling optimiert, als MG war es genau andersherum.

Obwohl seine äußere Erscheinung zugegebenermaßen nicht so elegant war wie die des MG ZR oder des MG ZT, war der ZS das beste Fahrerauto des Trios, da der V6 viel Leistung zur Verfügung stellte und das geschmeidige Fahrwerk für exzellentes Handling sorgte.

 

 

Varianten und Überarbeitungen

Ein Nachfolger des Rover 45 / MG ZS (anfangs RDX60 genannt) war in Entwicklung. Er basierte auf der verkürzten Bodengruppe des Rover 75 und sollte als Kombilimousine, Limousine und Kombi („Tourer“) erscheinen. Die Fahrwerksentwicklung wurde von Tom Walkingshaw Racing durchgeführt, aber mit dem Zusammenbruch dieser Firma eingestellt. Dass der RDX60 nicht erschien, bedeutete, dass der ZS überarbeitet und bis zum Ende von MG Rover in der Modellpalette gehalten wurde.

2004 wurde der ZS zusammen mit der übrigen MG-Rover-Modellpalette überarbeitet. Die Retro-Design-Details, die man am Fahrzeug anbrachte, als er vom 400 zum 45 wurde, verschwanden größtenteils wieder. Zum ersten Mal wurden der Rover 45 und der MG ZS Fahrzeuge mit unterschiedlichem Aussehen – zumindest was das Spitzenmodell ZS180 anbetraf. Verbreiterte Radläufe und Lüftungsgitter in den Kotflügeln, ebenso wie andere Akzente, unterschieden den neuen ZS deutlich von seinem Schwestermodell. Das Modell 2004 bekam auch eine neue Innenausstattung mit neuen Polstermaterialien und einem neu gestylten Armaturenbrett, das bei einigen Modellen auch Bedienelemente für die Klimaanlage aufwies.

Die Fertigung des MG ZS wurde im April 2005 nach dem Bankrott von MG Rover eingestellt und die Herstellungsrechte gingen zurück an Honda, von denen auch die Pläne des ursprünglichen Fahrzeuges von 1995 stammten.

Fahrleistungen

Leistungsdaten für die MG-ZS-Modellpalette:

Modell Motor Leistung Drehmoment Beschleunigung 0-100 km/h Höchstgeschwindigkeit
ZS105 1,4 l-R4 Rover-K-Serie 103 bhp (76 kW) bei 6.000 min-1 123 Nm bei 4.500 min-1 10,8 s 184 km/h
ZS110 1,6 l-R4 Rover-K-Serie 107 bhp (79 kW) bei 6.000 min-1 138 Nm bei 4.500 min-1 9,8 s 191 km/h
ZS120 1,8 l-R4 Rover-K-Serie 115 bhp (85 kW) bei 5.500 min-1 160 Nm bei 2.750 min-1 9,0 s 195 km/h
ZS120 Automatic 1,8 l-R4 Rover-K-Serie 115 bhp (85 kW) bei 5.500 min-1 160 Nm bei 2.750 min-1 9,9 s 184 km/h
ZS180 2,5 l-V6 Rover-KV-Serie 177 bhp (130 kW) bei 6.500 min-1 240 Nm bei 4.000 min-1 7,3 s 224 km/h
ZS TD (eingestellt) 2,0 l-R4-Turbodiesel Rover-L-Serie 99 bhp (73 kW) bei 4.200 min-1      
ZS TD 115 2,0 l-R4-Turbodiesel Rover-L-Serie 111 bhp (82 kW) bei 4.200 min-1 260 Nm bei 2.000 min-1 9,5 s 192 km/h

Angebot in Deutschland

Zunächst wurde in Deutschland nur der ZS180 angeboten. Zur Serienausstattung des gehörten elektrische Fensterheber, Klimaanlage, Teilledersitze, 4 Airbags, 17"-Alufelgen, Servolenkung, ABS und Nebelscheinwerfer. Beim Fahrwerk wurde auf die Rennversion des MG zurückgegriffen. Auf Grund dieser Konfiguration wurde auf eine elektrische Fahrhilfe verzichtet.

Renneinsätze

Der ZS wurde in der British Touring Car Championship seit 2001 gemeldet. Das ‚’West Surrey Racing Team’’ (WSR) hatte viele Jahr lang den Status eines Werksrennstalls und verwendete anfangs Autos mit einer 2,0 l-Version von Rovers KV6-Motor. Später wandte man sich den Vierzylindermotoren der Rover-K-Serie zu. Ehemalige „WSR“-Autos kamen in andere Hände und 2002 gab es ein „Juniorteam“.

Die Fahrer des MG BTCC waren:

Jahr Team Fahrer
2001 (verkürzte Saison) MG Sport and Racing (WSR) Anthony Reid (2), Warren Hughes (20)
2002 MG Sport and Racing (WSR) Anthony Reid, Warren Hughes
2002 Team Atomic Kitten (Juniorteam) Colin Turkington, Gareth Howell
2003 MG Sport and Racing (WSR) Anthony Reid, Warren Hughes, Colin Turkington
2004 West Surrey Racing Anthony Reid, Colin Turkington
2004 Kartworld Racing Jason Hughes
2005 West Surrey Racing Rob Collard
2006 Team RAC (WSR) Rob Collard, Colin Turkington
2006 Kartworld Racing Jason Hughes
2007 Kartworld Racing Jason Hughes, Fiona Leggate
2008 KW Racing (umbenanntes 'Kartworld Racing') Jason Hughes (bis er einen Honda kaufte)

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