Der Nissan Cherry ist ein PKW-Modell des japanischen Herstellers Nissan. Er wurde in Europa bis 1982 als Datsun Cherry verkauft.

Traggelenk vorne NISSAN CHERRY (N12) - 1.5

Der Name „Cherry“ ist eine Anspielung auf das Herkunftsland des Fahrzeugs, Japan, das für sein Kirschblütenfest bekannt ist.

Im Jahre 1972 wurde mit dem Modellcode E10 der erste Cherry in den Karosserieformen Zweitürer, Viertürer, Coupé und dreitüriger Kombi vorgestellt. Er war damals das erste Pkw-Modell von Nissan mit Frontantrieb. Angetrieben wurde der E10 durch Motoren der A-Baureihe (untenliegende Nockenwelle) mit 1,0 Liter (33 kW/45 PS) und 1,2 Liter (38 kW/52 PS) Hubraum, wobei der größere Motor zunächst nur dem Coupé (welches für andere Märkte auch mit Doppelvergaser und 59 kW/80 PS ausgestattet war) vorbehalten war.

Der Nachfolger (F10) wurde 1975 eingeführt. In der Grundauslegung und der Modellauswahl hatte sich kaum etwas verändert - die Fahrzeuge waren nur etwas größer in den Dimensionen und ein wenig „barocker“ gestaltet. Technisch basierte der F10 auf dem E10; beide Modelle wurden auf einigen Märkten parallel angeboten.

Beim nächsten Modellwechsel (N10) 1978 wurde das Modellangebot verändert. Es waren nunmehr drei- und fünftürige Schräghecklimousinen, ein fünftüriger Kombi und ein dreitüriges Coupé erhältlich. Auf Märkten außerhalb Deutschlands wurde der N10 auch als dreitüriger Kombi und als Lieferwagen (also ohne hintere Seitenscheiben) ausgeliefert. Wiederum fanden zunächst Motoren der A-Baureihe Verwendung; für Deutschland ausschließlich die mittlere Motorisierung mit 1,2 Liter/52 PS, zum Facelift 1980 erhielt der N10 den 1,3 Liter-Leichtmetallmotor (OHC) mit 44 kW/60 PS.

In Japan fand ein Namenswechsel statt. Von nun an hieß dort der Cherry Nissan Pulsar, Varianten mit stärkeren Motoren Langley und eine viertürige Stufenheck-Version Liberta Villa. Die letzte in Europa als „Cherry“ bezeichnete Baureihe mit dem Modellcode N12 wurde Ende 1981 eingeführt.

Motorenseitig gab es die Auswahl zwischen einem 1,3- (44 kW/60 PS) und einem 1,5-Liter (55 kW/75 PS) Benzinmotor oder einem 1,7-Liter-Diesel (40 kW/54 PS). Auf dieser Basis entstand durch ein Joint Venture zwischen Nissan und Alfa Romeo der Arna bzw. in Österreich Nissan Cherry Europe. 1986 wurde der Cherry, nachdem es ihn noch in einer zusätzlichen Version mit 1,6-Liter-Kat-Motor (54 kW/73 PS) gegeben hatte, ersatzlos gestrichen. Dafür wurde der 1,3-Liter-Motor als Basisvariante in die Sunny-Baureihe (N13) integriert, ohne Katalysator.

Datentabelle

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