Der Oldsmobile Cutlass Supreme war ein PKW der Mittelklasse, der von 1967 bis 1997 von Oldsmobile, einer Marke von General Motors, gebaut wurde. Anfangs stellte er nur eine Ausstattungsvariante des Modell Cutlass dar, im Gegensatz zum einfachen Cutlass war der Cutlass Supreme mit einem Hochleistungsmotor ausgestattet und bis 1973 nicht als Kombi verfügbar. Nachdem der Cutlass 1982 durch den Oldsmobile Cutlass Ciera abgelöst worden war, wurde der Cutlass Supreme als eigenständige Baureihe weiter hergestellt.

Vehicles Introduced in 1961, Including: Volvo P1800, Oldsmobile Cutlass, Jaguar E-Type, Renault 4, Citro N Ami, Ford E-Series, Jaguar Mark X, Triumph

Von Jahr zu Jahr

1967

Der Cutlass Supreme wurde zusammen mit dem leistungsschwächeren Modell Cutlass vorgestellt. Er war als 2-türiges Cabriolet, 2-türiges Sportcoupé, 2-türiges Hardtop-Coupé, 4-türige Limousine und 4-türige Hardtop-Limousine verfügbar. Der Motor des Cutlass Supreme, ein V8 mit 5.408 cm³ Hubraum, war im Prinzip auch im Cutlass und im Delmont 88-330 erhältlich, aber nur mit 250 bhp. Im Cutlass Supreme leistete er dank Rochester-Vierfachvergaser 320 bhp (235 kW) bei 4.800 min-1.

Der Stil der Karosserien entsprach dem des Cutlass. Die Fahrzeugfront zeigte Doppelscheinwerfer, die etwas zurückgesetzt und mit Positionsleuchten zwischen Haupt- und Fernscheinwerfern in einem breiten Kühlergrill mit horizontaler, verchromter Mittelstrebe saßen. Zeittypisch war auch der „Hüftschwung“ über den hinteren Radausschnitten und das konkav geformte Heck.
 

1968–1972

Wie beim Cutlass, bekamen 1968 die Zweitürer ein kürzeres Fahrgestell mit 2.845 mm Radstand. Es wurden nur noch drei Karosserien angeboten: Das 2-türige Sportcoupé, die 4-türige Limousine und die 4-türige Hardtop-Limousine. Wie schon die großen Oldsmobile-Modelle im Vorjahr, bekamen die kleinen in diesem Jahr auch eine neue Fahrzeugfront mit deutlich hervorgehobener Nase; die Positionsleuchten zwischen den Scheinwerfern blieben zunächst erhalten. Anstatt der zweiteiligen Rückleuchten des Vorjahres gab es schmale, einteilige Exemplare, die waagerecht über dem hinteren Stoßfänger angeordnet waren.

1969 verschwanden die Positionsleuchten zwischen den Scheinwerfern und die schmälere Nase war lackiert. Der verbleibende Kühlergrill trug vertikale Chromstäbe. 1970 wurden das Coupé und die normale Limousine nicht mehr angeboten; dafür kam zur verbleibenden Hardtop-Limousine ein 2-türiges Hardtop-Coupé und ein 2-türiges Cabriolet dazu. Die runden Doppelscheinwerfer saßen in rechteckigen, verchromten Rahmen und die schmalen, waagerechten Rückleuchten waren zwei senkrechten Doppelstreifenleuchten gewichen, die ganz im weit hochgezogenen Heckstoßfänger integriert waren. Sowohl die Wagen mit kurzem als auch mit langem Fahrgestell legten um 2“ (51 mm) in der Länge zu.

1971 wurde die Fahrzeugfront leicht umgestaltet. Der Kühlergrill wurde etwas höher und wuchtiger. Der Motor leistete nur noch 260 bhp (191 kW) bei 4.600 min-1. 1972 waren es noch 180 bhp (132 kW) bei 4.000 min-1. Stilistische Änderungen gab es kaum, nur der Kühlergrill nahm noch etwas an Höhe zu.
 

1973–1977

1973 wurde der Cutlass Supreme analog zum Cutlass komplett überarbeitet. Seine Front trug nun einzelne, runde Scheinwerfer in quadratischen, verchromten Rahmen. Die lackierte Nase blieb erhalten. Dazwischen gab es zwei Kühlergrille in Form eines breiten, nach unten offenen Hufeisens. Der „Hüftschwung“ war ebenso verschwunden wie das Hardtop-Modell. Dafür gab es wieder das Coupé und die Limousine mit B-Säulen. Der V8-Motor mit 180 bhp (132 kW) wurde vom Vorjahresmodell übernommen.

1974 wurde der Kombi der kleinen Baureihe, der bisher als Vista Cruiser angeboten wurde, zusätzlich mit vereinfachter Ausstattung (z.B. ohne Holzimitat an den Fahrzeugflanken) auch als Cutlass Supreme Cruiser angeboten. Im selben Jahr gab es für alle Cutlass ein kleines Facelift. Die Kühlergrille wurden rechteckig und etwas schmäler, sodass sich zwischen ihnen und den Hauptscheinwerfern Platz für quadratische Positionslichter ergab. 1975 waren diese wieder verschwunden und die Grille wieder etwas breiter.

1976 verschaffte ein weiteres Facelift dem Cutlass Supreme rechteckige Doppelscheinwerfer, die über den flachen Positions-/Blinkleuchten angeordnet waren. Die lackierte Nase hatte immer noch Bestand, aber die Kühlergrille waren zu Feldern von je 8 senkrechten Schlitzen mutiert, die sich bis in den waagerechten Teil vor der Motorhaube erstreckten (Der Cutlass sah in diesem Jahr noch etwas anders aus und erhielt erst 1977 die Optik des Cutlass Supreme). Die Leistung des V8-Motors schrumpfte auf 170 bhp (125 kW). 1977 gab es keine weiteren Änderungen.
 

1978–1988

1978 wurde ein komplett neuer Cutlass mit deutlich geschrumpften Maßen vorgestellt. Diesen Wagen gab es nur noch als 2-türiges Coupé. Die Fahrzeugfront unterschied sich deutlich von der des Cutlass; zwar hatte er auch einfache, rechteckige Scheinwerfer, der Kühlergrill erstreckte sich aber, wie im Vorjahr, in den waagerechten Bereich vor der Motorhaube. Die Motorisierung entsprach der des Cutlass: Standardmotorisierung war ein V6 mit 3.785 cm³ Hubraum, der schon im Vorjahr für den Cutlass verfügbar war und 105 bhp (77 kW) bei 3.400 min-1 abgab. Auf Wunsch gab es drei V8-Motoren zur Auswahl: Ein V8 mit 4.261 cm³ Hubraum und 110 bhp (81 kW) bei 3.400 min-1, sowie ein V8 mit 4.998 cm³ Hubraum und 145 bhp (107 kW) oder 160 bhp (118 kW) Leistung bei 3.800 min-1. Wie die anderen Cutlass-Versionen, war auch der Cutlass Supreme als Brougham verfügbar.

1979 änderte sich stilistisch nichts an den Fahrzeugen, aber die Motorenauswahl wurde nochmals größer. Fünf verschiedene Triebwerke gab es zur Auswahl, darunter erstmals auch ein Diesel:

 

 

  • V6, 3.785 cm³, 115 bhp (85 kW) bei 3.800 min-1
  • V8, 4.260 cm³, 105 bhp (77 kW) bei 3.600 min-1
  • V8, 4.932 cm³, 135 bhp (99 kW) bei 3.800 min-1
  • V8, 4.998 cm³, 160 bhp (118 kW) bei 4.000 min-1
  • V8-Diesel, 4.260 cm³, 90 bhp (66 kW) bei 3.600 min-1

1980 änderte sich wiederum wenig am Aussehen der Fahrzeuge. Zum 2-türigen Coupé gab es jetzt auch eine 4-türige ‚’LS’’-Limousine. Erneut wurden fünf verschiedene Motoren angeboten:

  • V6, 3.785 cm³, 110 bhp (81 kW) bei 3.800 min-1
  • V8, 4.260 cm³, 105 bhp (77 kW) bei 3.600 min-1
  • V8, 4.998 cm³, 155 bhp (114 kW) bei 4.000 min-1
  • V8, 5.031 cm³, 150 bhp (110 kW) bei 3.600 min-1
  • V8-Diesel, 5.735 cm³, 105 bhp (77 kW) bei 3.200 min-1

1981 wurden die Karosserien komplett überarbeitet. Es gab wieder Doppelscheinwerfer. Zwischen ihnen erstreckten sich zwei Kühlergrillfelder, mit Kästchen versehen waren und sich nach vorne unten bis in den vorderen Stoßfänger zogen. In der Mitte zeigte sich der bekannte lackierte Steg; das Oldsmobile-Emblem thronte darüber vor der Motorhaube. Damit sahen der Cutlass und der Cutlass Supreme wieder gleich aus. Die großen V8-Motoren waren verschwunden. Es gab nur noch den 3,8 l-V6, den 4,3 l-V8 und den 5,7 l-V8-Diesel.

1982 änderte sich stilistisch wieder wenig, übernahm der Cutlass Supreme den Kombi Cutlass Cruiser wieder vom in diesem Jahr weggefallenen Cutlass. Die Motorenpalette wurde wieder erweitert:

  • V6, 3.785 cm³, 110 bhp (81 kW) bei 3.800 min-1
  • V6-Diesel, 4.293 cm³, 85 bhp (62,5 kW) bei 3.600 min-1 (nicht für Cruiser)
  • V8, 4.260 cm³, 100 bhp (74 kW) bei 3.600 min-1
  • V8, 5.030 cm³, 140 bhp (103 kW) bei 4.000 min-1 (nur für Cruiser)
  • V8-Diesel, 5.735 cm³, 105 bhp (77 kW) bei 3.200 min-1

1983 gab es wieder Änderungen am Kühlergrill: Während das Coupé im Wesentlichen den Grill aus dem Vorjahr behielt, bekamen Limousine und Kombi einen neuen, senkrecht stehenden, durchgehenden Kühlergrill wie der Cutlass Ciera. Die Motorenpalette änderte sich nicht, nur das 5,0 l-Aggregat war auch für die Limousine – nicht für das Coupé – erhältlich.

1984 gab es wieder nur Änderungen am Kühlergrill: Das Coupé bekam mehr und schmalere senkrechte Chromstäbe, die Limousine einen Kästchengrill im Muster 4 x 3. Der Cruiser entfiel in diesem Jahr, da es beim Cutlass Ciera ein vergleichbares Modell gab. Die Motorauswahl umfasste den 3,8 l-V6, den 4,3 l-V6-Diesel, den 5,0 l-V8 und den 5,7 l-V8-Diesel. 1985 behielt das Coupé seinen Kühlergrill, die Limousine einen aufrecht stehenden, schwarzen Einsatz mit breitem vertikalen Chromstreifen in der Mitte und Emblem, sowie je 3 feinen Chromstreifen links und rechts davon. Am Motorenangebot änderte sich nichts. 1986 gab es wiederum nur kosmetische Änderungen. Die beiden Dieselmotoren fielen mangels Kundeninteresse weg, sodass man nur noch die Auswahl zwischen dem 3,8 l-V6 und dem 5,0 l-V8 hatte. 1987 gab es gar keine Änderungen.

Im Modelljahr 1988 fiel die Limousine weg, nur noch das Coupé in Standard- oder Brougham-Ausführung war lieferbar. Im Unterschied zum neuen Frontantriebsmodell, das im Januar 1988 vorgestellt wurde, nannte sich der Hecktriebler Cutlass Supreme Classic. Es gab ihn ausschließlich mit der bekannten 5,0 l-V8-Maschine.
 

1988–1997

Im Januar 1988, mitten im Modelljahr, wurde der Cutlass Supreme auf Frontantrieb umgestellt. Daraus resultierte ein komplett neues Fahrzeug, das deutlich kleiner ausfiel als der Vorgänger. Die elegante, keilförmige Karosserie hatte einen niedrigen Kühlergrill mit horizontalen Stäben, der durch eine vertikale Mittelsektion mit Oldsmobile-Emblem unterbrochen war. In den Grill eingesetzt waren Breitbandscheinwerfer. Zunächst gab es nur ein 2-türiges Coupé, das mit einem V6-Motor mit 2.834 cm³ Hubraum ausgestattet war, der bei 4.500 min-1 125 bhp (92 kW) abgab. Neben dem Standardmodell und der LS-Ausführung gab es noch die International Series, die nochmals besser ausgestattet war (z.B. mit lederbezogenen Einzelsitzen). In dieser Konstellation wurde der Wagen auch 1989 hergestellt. Mitte dieses Jahres wurde das 2,8 Liter – Triebwerk durch einen V6-Moter mit 3.130 cm³ Hubraum ersetzt, der 140 bhp (103 kW) leistete.

1990 kamen eine 4-türige Limousine und ein 2-türiges Cabriolet dazu. Das Cabriolet (nur in Standard-Ausführung und mit Überrollbügel), sowie das Coupé und die Limousine in SL- und International-Series-Ausführung gab es nur mit dem im Vorjahr eingeführten 3,1 l-V6. Coupé und Limousine in Standard-Ausführung gab es zusätzlich mit zwei Reihenvierzylindermotoren mit 16 Ventilen, die aus 2.261 cm³ Leistungen von 160 bhp (118 kW), bzw. 180 bhp (132 kW) zogen. 1991 änderte sich stilistisch wenig, aber der 180 bhp-Vierzylindermotor fiel wieder weg; dafür kam ein zusätzliches V6-Aggregat mit 3.392 cm³ Hubraum und 210 bhp (154 kW) Leistung.

1992 bekamen die Wagen einen neuen Kühlerlufteinlass ohne Gitter und der 160 bhp-Vierzylindermotor fiel auch weg, sodass nur noch die beiden V6-Aggregate blieben. Die Standard- und SL-Ausstattung wurden durch die neue S-Ausstattung ersetzt. Das Cabriolet gab es nur in Standardausstattung. 1993 legte der 3,1 l-V6 an Leistung zu und gab nun 160 bhp (118 kW) ab. 1994 fiel die International Series weg, dafür gab es für den „S“ gegen Aufpreis ein „SL“-Ausstattungspaket. 1995 gab es keine Änderungen. 1996 wurde das Cabriolet eingestellt; die beiden anderen Karosserievarianten waren nur noch in der „SL“-Ausstattung lieferbar.

1997, im 30. und letzten Produktionsjahr, fiel der 3,4 l-V6 weg, sodass nur noch der 3,1 l-V6 mit 160 bhp lieferbar war. 52.963 Exemplare entstanden noch in diesem Jahr; in 30 Jahren waren es über 8 Mio. Stück gewesen. Ende des Modelljahres wurde der Cutlass Supreme eingestellt. Nachfolger war der Oldsmobile Intrigue.
 

Sportvarianten und Sporterfolge

Nachdem der Cutlass Supreme keine stärkeren Motoren als der Cutlass mehr bot, wurden verschiedene Hochleistungsvarianten gefertigt:

  • Oldsmobile 4-4-2
  • Oldsmobile Hurst/Olds
Zeitweise war ein Cutlass Supreme Pace Car beim Indy-500-Rennen. Auch bei den NASCAR-Rennen waren Oldsmobile Cutlass Supreme beteiligt.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Oldsmobile Cutlass aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Auf dieser Seite sind auch Versionen und Autorenangaben verzeichnet.