Der Opel Ampera ist ein Plug-in-Hybrid-Fahrzeug von General Motors, das vom Herbst 2011 an in Europa angeboten werden soll.[3] Der Ampera wurde im März 2009 auf dem Genfer Auto-Salon vorgestellt. Er ist technisch identisch mit dem amerikanischen Chevrolet Volt und dem Schwestermodell Vauxhall Ampera, welches parallel zu dem Opel-Modell im englischen Werk der GM Manufacturing Luton vom Band rollen wird. Die Produktion des Ampera hätte laut ersten Presseberichten im Bochumer Opel-Werk stattfinden sollen. Auf Grund der Finanzkrise und den Bestrebungen Opels sich von General Motors zu lösen, sollte das Modell dann schließlich im Detroiter Hamtramck-Werk gebaut werden. Mittlerweile übernahm dann aber Vauxhall Motors die Endmontage der Fahrzeuge für die europäischen Märkte.

OPEL AMPERA 2011 DIAMOND WEISS 1/43 MOTORART MODELLAUTO MODELL AUTO

Technik und Fahrleistungen

Der Ampera fährt während der ersten 40 bis 80 km ausschließlich elektrisch. Der eingebaute Verbrennungsmotor stabilisiert den Ladezustand der Batterie, wenn dieser auf ca. 30 % fällt; dieser Fahrzeugtyp wird daher auch Range Extender genannt[4].

Der Elektromotor des Opel Ampera hat eine maximale Leistung von 111 kW[4][5] und ein Drehmoment von 370 Nm. Als Motor kommt ein "family-0"-Motor der Opel Ecotec-Serie mit 1,4 l Hubraum zum Einsatz. Zum Vergleich: der 1,8-l-Benzinmotor mit 103 kW (140 PS) des Opel Insignia hat 175 Nm, der 2,8-l-Motor mit 190 kW (260 PS) hat 350 Nm. Zudem liegt das volle Drehmoment bei einem Elektromotor bereits im Stand an, während ein Verbrennungsmotor das volle Drehmoment nur bei einer bestimmten Drehzahl liefern kann.

Betriebsmodi

Rein elektrischer Betrieb (Betriebsmodi 1 und 2)

Während der ersten 40 bis 80 km wird in den Modi 1 und 2 immer elektrisch gefahren. Bis zu einer Geschwindigkeit von 70 mph (rund 113 km/h) wird nur der Hauptantriebsmotor benutzt. Der elektrische Hauptantriebsmotor treibt dafür das Sonnenrad des Planetengetriebes an; das Hohlrad ist über eine geschlossenen Kupplung fix mit dem Gehäuse verbunden; die Antriebsenergie wird über die Planetenräder mit einer Übersetzung von 1:7 abgenommen.

Bei Geschwindigkeiten über 70 mph (Modus 2) kann der elektrische Hauptantriebsmotor nur mit ungünstigem Wirkungsgrad betrieben werden, da er dann über 6500/min drehen müsste. Daher wird in diesem Fall eine Motorkupplung gelöst und der Generator (gespeist mit Batteriestrom, ohne Einsatz des Verbrennungsmotors) wird als zweiter Elektromotor zusätzlich zum Antrieb verwendet. Der Generator (bzw. Elektromotor 2) treibt dann das Hohlrad an, womit die Drehzahl des Sonnenrades und somit auch des (elektrischen) Antriebsmotors gesenkt wird. In diesem Modus wird der Wagen sowohl vom Antriebsmotor als auch vom Generator, der nun als Motor fungiert, angetrieben.

Der Verbrennungsmotor wird in den Modi 1 und 2 nicht benutzt und ist inaktiv.

Range-Extender-Betrieb (Betriebsmodi 3 und 4)

Zu Illustrationszwecken vereinfachte Darstellung eines Planetengetriebes mit zwei Planetenrädern, üblich sind drei oder mehr.
Grün: Sonnenrad, Blau: Planetenräder, Rot: Hohlrad

Wird ein Batterieladezustand von unter 30% erreicht, startet der Verbrennungsmotor, der den Generator antreibt (Modus 3) und so den Ladezustand stabilisiert; das Fahrzeug wird dabei weiterhin vom elektrischen Hauptantriebsmotor angetrieben. Es besteht keine Verbindung zwischen Hohlrad und Generator. Der Verbrennungsmotor erzeugt über den Generator elektrische Energie, die von der Leistungselektronik dem Hauptantriebsmotor oder der Batterie zugeführt wird.

 

 

Wird im Range-Extender-Betriebszustand auf über 70 mph beschleunigt, wird der an den Generator gekoppelte Verbrennungsmotor an das Hohlrad gekoppelt, um die max. Drehzahl des Hauptantriebsmotors zu begrenzen und die Effizienz des Gesamtsystems hochzuhalten. Der Generator dient dabei als zusätzlicher elektrischer Antriebsmotor. Gleichzeitig kann eine gewisse Menge mechanischer Energie direkt zum Planetengetriebe übertragen werden. Alle drei Motoren (zwei elektrische und der Verbrennungsmotor) treiben dabei gemeinsam das Fahrzeug an (Modus 4).[6]

Die 16 kWh fassende Lithium-Ionen-Batterie, von der aus Dauerhaltbarkeitgründen nur etwa 70 % (ca. 11 kWh) genutzt werden, stellt abhängig vom Fahrstil und den Außentemperaturen genügend Energie für rein elektrisches Fahren zwischen 40 bis 80 km bereit.[1] Auf längeren Strecken wird der Verbrennungsmotor als Generator für die Lithium-Ionen-Batterie automatisch zugeschaltet, wodurch sich die Reichweite auf über 500 Kilometer vergrößert. Der Verbrennungsmotor wird mit Super-Benzin betrieben. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgt in 9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 161 km/h.

Den Verbrauch gibt der Hersteller nach Norm ECE R101[4] mit 1,6 l/100 km für die ersten 100 km an[7], für alle weiteren 100 km ohne zwischenzeitliche Batterieladung werden ca. 4,8 l/100km angegeben.[7] In der Praxis kam der Ampera im rein elektrischen Betrieb mit der hierfür nutzbaren Batteriekapazität von 11 kWh bis zu 90 km weit.[8]

Der Ampera soll ab dem vierten Quartal 2011 ausgeliefert werden und 42.900 Euro kosten, Vorbestellungen können aber bereits getätigt werden.

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