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Kategorie: Opel Zafira

Der Opel Zafira ist ein siebensitziger Kompaktvan von Opel. Er wurde 1999[1] als kleinerer Nachfolger des Opel Sintra, auf Basis des Opel Astra, vorgestellt. In Großbritannien wird der Zafira unter der Marke Vauxhall, in Australien von Holden verkauft.

OPEL ZAFIRA A ab Baujahr 1999 - 2005 Kofferraumwanne / Laderaumwanne

Zafira A

Sterne im Euro NCAP-Crashtest[2]

 

Von 1999 bis 2005 wurde die erste Baureihe des Opel Zafira gebaut.

2001 präsentierte Opel mit dem Zafira CNG den ersten reinen Erdgas-PKW und begann den Verkauf ab Frühjahr 2002.

2003 wurden im Rahmen der Modellpflege das Aussehen und Teile der Ausstattung modifiziert. So erhielt der Kühlergrill eine breite verchromte Mittelstrebe, die hinteren Leuchten erhielten eine rot/weiße Abdeckung. Die Rücksitzbank war seitdem im Verhältnis 40 : 20 : 40 geteilt umlegbar und verfügte über drei vollwertige Sicherheitsgurte.

Die erste Baureihe des Zafira wird noch heute (Stand: Mai 2007) als Opel Zafira in Libanon, Jordanien und Syrien vertrieben. Als Chevrolet Zafira ist der Zafira A in einigen Ländern Südamerikas und Asiens erhältlich. [3]

Von 2001 bis 2005 wurde der Zafira A in Japan als Subaru Traviq verkauft. 2001 wurde außerdem ein Prototyp des Traviq mit Allradantrieb vorgestellt, der aber nicht in Serie ging.

Das Versuchsfahrzeug GM HydroGen3 basiert auf dem Opel Zafira A und wurde in der Zeit von 2001 bis 2006 hergestellt. Dabei handelt es sich um ein mit Brennstoffzellen und Elektromotoren ausgestattetes Fahrzeug mit Wasserstoffantrieb.

Der Zafira wurde auch als sportliche Modellvariante (Zafira 2.0 OPC - Opel Performance Center) mit einem 2,0-Liter-Turbo-Vierzylinder angeboten, dieser leistet 141–147 kW und hat ein Drehmoment von 250 Nm. Zum Vergleich: Der hubraumgleiche 2.0 DTI (Diesel Turbo Direct Injection) erreicht ein Drehmoment von 230 Nm.

Motoren (Opel Zafira A)

Modell

Motorcode

Hubraum

Leistung

Drehmoment bei 1/min

Bauzeit

Bemerkung

Benziner

1.6 16V

(X16XEL)(Z16XE)

1598 cm³

74 kW (101 PS)

150 Nm/ 3600

1999–2005

Basismotor

1.8 16V

(X18XE1), (X18XEL)

1796 cm³

85 kW (115 PS)

170 Nm/ 3400

1999–2001

X18XEL nur für den Export

1.8 16V

(Z18XE)

1796 cm³

92 kW (125 PS)

170 Nm/ 3800

2001–2005

löste im Modelljahr 2001 den X18XE1 ab

2.0 16V OPC

(Z20LET)

1998 cm³

141 kW (192 PS)

250 Nm/ 1950–5300

2000–2003

Turbo, bis MJ03

2.0 16V OPC

(Z20LET)

1998 cm³

147 kW (200 PS)

250 Nm/ 1950–5300

2003–2004

Turbo, ab MJ03

2.2 16V

(Z22SE)

2198 cm³

108 kW (147 PS)

203 Nm/ 4000

1999–2005

Nockenwellenantrieb über Steuerkette

Diesel

2.0 DI 16V

(X20DTL)

1995 cm³

60 kW (82 PS)

185 Nm/ 1800–2500

1999–2000

Direkteinspritzung, Turbolader

2.0 DTI 16V

(Y20DTH)

1995 cm³

74 kW (101 PS)

230 Nm/ 1500–2500

2000–2005

Direkteinspritzung, Turbolader

2.2 DTI 16V

(Y22DTR)

2172 cm³

92 kW (125 PS)

280 Nm/ 1500–2750

2001–2005

Direkteinspritzung, Turbolader

Erdgas mit Benzin

1.6 CNG ecoFLEX

(Z16YNG)

1598 cm³

71 kW (97 PS)

140 Nm/ 4200

2001–2005

Motor aus dem Astra G

 

Zafira B

Sterne im Euro NCAP-Crashtest[4]

 

Am 9. Juli 2005 wurde die zweite Generation des Zafira (Zafira B) vorgestellt. Dieser übernahm das Flex7-Sitzsystem [5] unverändert von seinem Vorgänger, ansonsten handelt es sich jedoch um ein völlig neuentwickeltes Fahrzeug. Wesentliche Änderungen gab es vor allem an den Bedienelementen: So ist das Radio nun fest in die Mittelkonsole integriert (kein DIN-Einbauschacht mehr), und der Schalthebel sitzt weit oben in der Mittelkonsole.

Der Zafira B basiert auf der Delta-Plattform von General Motors. Die CDTI-Motoren wurden gemeinsam von GM Powertrain und Fiat entwickelt [6], [7]. Nach Beendigung des Joint Ventures teilen sich General Motors und Fiat die geistigen Rechte an diesem Motor; gefertigt wird er aufgrund langfristiger Lieferverträge weiterhin bei Fiat[8].

Im September 2005 wurde der 1.6 CNG auf der IAA in Frankfurt am Main vorgestellt und ist seit Anfang November 2005 bestellbar. Auch die aktuelle Variante des Zafira wird in einer leistungsgesteigerten OPC-Variante mit 177 kW (240 PS) angeboten, zudem gilt diese Ausführung des Zafira als aktuell (Stand: März 2010) schnellste MiniVan der Welt.

In Chile und Mexiko wird die aktuelle Variante des Zafira als Chevrolet Zafira angeboten.

Modellpflege

Mit der Überarbeitung im Februar 2008 entfiel der 1.6 Twinport mit 77 kW (105 PS) und 1.9 CDTI mit 74 kW (100 PS). Diese wurden durch leistungsstärkere Versionen ersetzt, die zudem verbrauchs- und umweltfreundlicher sind. Ebenfalls eingeführt wurden die noch sparsameren ecoflex-Motoren.

Auf der Bologna Motor Show im Dezember 2007 wurde die überarbeitete Version des Zafira erstmals vorgestellt und ab Februar 2008 von den Händlern angeboten. Änderungen gab es sowohl beim Exterieur wie auch beim Interieur. An der Frontpartie wurde der Kühlergrill mit vollständig verchromten Lamellen versehen und der Stoßfänger dynamischer gestaltet. Die Scheinwerfergehäuse sind jetzt chromfarben gehalten. Die Heckleuchten wurden im Design ebenfalls leicht überarbeitet. Bei Fahrzeugen mit Dachreling wurden beim Haltesystem für Gepäckträger die „Haltebacken“ durch „Haltelöcher“ ersetzt, sodass die Trägersysteme bei Modellen vor dem Facelift nicht mehr kompatibel sind. Neue Dekorleisten sollen den Innenraum aufwerten.

Auf der internationalen italienischen Automobilausstellung Motor Show di Bologna am 5. Dezember 2008 wurde der 1.6 CNG Turbo vorgestellt, der seit Frühjahr 2009 erhältlich ist.

Motoren (Opel Zafira B)

Modell

Motorcode

Hubraum

Leistung

Bauzeit

Bemerkung

Benziner

1.6 Twinport

(Z16XEP)

1598 cm³

77 kW (105 PS)

2005–2007

 

1.6 EcoTec

(Z16XER)

1598 cm³

85 kW (115 PS)

seit 2007

 

1.8 EcoTec

(Z18XEP), (Z18XER)

1796 cm³

103 kW (140 PS)

seit 2005

 

2.0 Turbo EcoTec

(Z20LER)

1998 cm³

147 kW (200 PS)

2005–2010

 

2.0 Turbo EcoTec

(Z20LEH)

1998 cm³

177 kW (240 PS)

2005–2010

nur im Zafira OPC

2.2 Direct

(Z22YH)

2198 cm³

110 kW (150 PS)

seit 2005

nicht E10 geeignet [9]

Diesel

1.7 CDTI

(A17DTJ)

1686 cm³

81 kW (110 PS)

seit 2007

 

1.7 CDTI

(A17DTR)

1686 cm³

92 kW (125 PS)

seit 2007

 

1.9 CDTI

(Z19DTL)

1910 cm³

74 kW (100 PS)

2005–2007

 

1.9 CDTI

(Z19DT)

1910 cm³

88 kW (120 PS)

seit 2005

 

1.9 CDTI

(Z19DTH)

1910 cm³

110 kW (150 PS)

seit 2005

 

Erdgas mit Benzin

1.6 CNG ecoFlex

(Z16YNG)

1598 cm³

69 kW (94 PS)

seit 2006

 

1.6 CNG

(Z16YNG)

1598 cm³

71 kW (97 PS)

2005–2006

 

1.6 CNG ecoFlex Turbo

(Z16XNT)

1598 cm³

110 kW (150 PS)

seit 2009

 

Autogas

1.8 LPG ecoFLEX

Z18XER

1796 cm³

100 kW (136 PS) (LPG) /
103 kW (140 PS)

seit 2009

 

 

Zafira C (Tourer)

Die dritte Generation des Opel Zafira heißt offiziell Zafira Tourer und wird auf der IAA vom 15. bis 25. September 2011 vorgestellt.

Motoren

Die Basismotoren bekommen ein Start-Stopp-System, aktive Luftklappen, Leichtlaufreifen und Bremsenergierückgewinnung, wodurch der Verbrauch gesenkt werden soll. In der ersten Zeit wird nur ein Schalt- und ein Wandlerautomatik-Getriebe verfügbar sein[12][13].

 

 

 

Motoren (Opel Zafira C)

Modell

Hubraum

Leistung

Drehmoment bei 1/min

Benziner

1.4 T

1364 cm³

88 kW (120 PS)

200 Nm/ 1850

1.4 T

1364 cm³

103 kW (140 PS)

200 Nm/ 1850

1.6 T

1598 cm³

132 kW (180 PS)

230 Nm/ 2200

Autogas

1.4 T LPG

1364 cm³

101 kW (137 PS)

185 Nm/ 1850

Erdgas

1.6 T CNG

1598 cm³

110 kW (150 PS)

210 Nm/ 2300

Diesel

1.7 CDTI

1686 cm³

81 kW (110 PS)

260 Nm/ 1700

1.7 CDTI

1686 cm³

92 kW (125 PS)

280 Nm/ 2000

2.0 CDTI

1956 cm³

121 kW (165 PS)

350 Nm/ 1750

 

Besonderheiten

Besonders hervorzuheben ist beim Zafira sein von Opel als revolutionär bezeichnetes Sitzsystem, genannt Flex7. Die hintersten zwei Sitze lassen sich dabei vollständig im Wagenboden versenken, die mittlere Sitzreihe (drei Plätze) zusammenklappen und nach vorne schieben. Dies ermöglicht eine maximale Variabilität, wobei - ohne die Sitze ausbauen zu müssen - zwischen bis zu sieben Sitzplätzen oder einem bis zu 1,80m langen und bis zu 1,11m breiten Stauraum entschieden werden kann.

Der Zafira gilt infolge seines Markterfolges insbesondere als Retter des alten Opel-Standortes Bochum; ohne den Zafira wären große Teile der Bochumer Produktion Anfang der 2000er Jahre stillgelegt worden.

Zulassungszahlen

Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden von Januar bis Dezember 2007 in Deutschland 34.981 Zafiras neu zugelassen. Nur die Mercedes B-Klasse mit 51.484 Einheiten sowie der Opel Meriva mit 37.828 Einheiten und der VW Touran mit 73.081 Einheiten haben höhere Zulassungszahlen im Marktsegment der Vans. 2010 gab es in Deutschland 20.750 Neuzulassungen.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Opel Zafira A aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Auf dieser Seite sind auch Versionen und Autorenangaben verzeichnet.