Der Renault 17 - kurz R17 - war ein dreitüriges Coupé, das Renault im Juli 1971 einführte. Das Fahrzeug mit Frontantrieb auf Basis des Renault 12 war - nach längeren Jahren einer Coupé-Abstinenz - der Nachfolger der Renault Caravelle. Die Motoren des R17 stammten aus dem Renault 16.

Les Renault 15 & 17 de mon père

Gleichzeitig mit dem R17 kam das Schwestermodell, der Renault 15, auf den Markt. Dieser unterschied sich durch die einfachen Frontscheinwerfer der R12-Limousine, eine einfachere Seitenlinie und durch einen kleinen 1300 cm³-Motor mit 44 kW (60 PS), als R15 TL. Im R15 TS arbeitete der gleiche Motor wie im R17 TL, also 1565 cm³ und 66 kW (90 PS). Der R15 war ausschließlich als geschlossenes Coupé lieferbar, also nicht mit Faltdach. Auch war die hintere Seitenscheibe nur ausstellbar, aber nicht versenkbar, dafür aber größer als beim R17.

Hergestellt wurde der R17 im Werk der Renault España S.A. in Palencia. Für die Montage des Modells für den deutschen Markt war das Unternehmen ENSAM Ingénerie aus Maubeuge zuständig.

 

 

Der Renault 17 TL besaß einen 4-Zylinder-Reihenmotor mit 1565 cm³ Hubraum und 90PS, der das Fahrzeug bis auf 170 km/h beschleunigte. Die Vorderräder waren einzeln an doppelten Querlenkern mit Schraubenfedern aufgehängt und mit hydraulischen Teleskopstoßdämpfern und Stabilisatoren versehen. Die aus Stahlblech gestanzte Hinterachse hing an zwei gezogenen Längslenkern mit Schraubenfedern und einem zentralen Dreieckslenker. Vorne fanden Scheibenbremsen und hinten Trommelbremsen Verwendung. Außer der Coupé-Version gab es eine Targa-Version, bei der sich das große Faltdach elektrisch öffnen ließ und beide Seitenscheiben, ohne dass eine B-Säule stehengeblieben wäre. Das gleichzeitig erschienene Modell Renault 17 TS hatte dank einer (empfindlichen) Einspritzanlage 79 kW (108 PS) und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Zum manuellen TS-Fünfganggetriebe mit Mittelschaltung war alternativ ein dreistufiges Automatikgetriebe erhältlich.

Im Herbst 1974 erhielten die Modelle TS und Automatic einen leicht vergrößerten Motor mit 1605 cm³ Hubraum. 1976 erhielt die TS-Version wiederum einen neuen Motor mit 1647 cm³ Hubraum, der quasi identisch mit dem Motor des R16 TX ist, und - wieder einen Schritt zurück - nur noch mit Doppel-Vergasern bestückt 72 kW (98 PS) hatte. Mit diesen wurden ca. 175 km/h erreicht.

In den Vereinigten Staaten wurde das Fahrzeug auch unter der Bezeichnung Renault Gordini Coupé Convertible verkauft, in Italien als R 177, da die 17 dort als Unglückszahl gilt.

Im August 1979 wurde die Modellreihe eingestellt. Nachfolger wurde der im Frühjahr 1980 vorgestellte Renault Fuego.

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