Der Renault 21 - kurz R21 - ist ein PKW des Herstellers Renault. Dieser wurde von Frühjahr 1986 bis Ende 1994 gebaut und ist ein Auto der Mittelklasse.

Rta 710.3 Renault 21 & nevada essence

Modellgeschichte

Den R21 gibt es in drei verschiedenen Karosserieversionen:

Stufenheck, Fließheck sowie Kombi.

Zunächst war der R21 ab März 1986 nur als Stufenhecklimousine verfügbar. Die Kombi-Version wurde im Oktober 1986 unter der Bezeichnung "Nevada" auf den Markt gebracht. Im September 1989 erschien noch, zusätzlich zum Facelift der Baureihe, eine Schrägheck-Variante.

 

 

Den R21 gab es in verschiedenen Ausführungen, wobei dies sowohl die Motorleistung als auch die Ausstattung betraf:

  • Ottomotoren
    • 1,4 l (1.397 cm³) und 50 kW (68 PS Vergaser ohne Kat)
    • TL, GTL mit 1,8 l (1.721 cm³) und 55 kW (75 PS Vergaser ohne Kat),bzw 54 kW (73 PS Einspritzer mit Kat)
    • RS, GTS, TSE mit 1,8 l (1.721 cm³) und 65 kW (88 PS Vergaser ohne Kat),bzw 69 kW (94 PS Einspritzer mit Kat)
    • RX, GTX, TXE mit 2,0 l (1.995 cm³) und 86 kW (117 PS Einspritzer ohne Kat),bzw 2,2 l (2.165cm³) und 79 kW (107 PS Einspritzer mit Kat)
    • TXI mit 2,0 l 12 V (1.995 cm³) und 99 kW (135 PS Einspritzer mit Kat)
    • 2,0 Turbo mit 2,0 l (1.995cm³) und 129 kW (175 PS Einspritzer ohne Kat),bzw 119 kW (162 PS Einspritzer mit Kat)
  • Dieselmotoren
    • TD, GTD mit 2,1 l und 48 kW (65 PS)
    • Turbo D mit 2,1 l und 65 kW (88 PS)

Das Preis-Leistungs-Verhältnis war für die damalige Zeit sehr gut. Die GTS-Ausführung beinhaltet Servolenkung, elektrische Fensterheber und eine Infrarot-Zentralverriegelung. Für die erste Modell-Generation war gegen Aufpreis in den höheren Versionen (mit Längsmotor)ABS und Klimaanlage verfügbar.

Im September 1989 erhielt der R21 ein Facelift, welches neben einem modernisierten und runderen Aussehen auch diverse zusätzliche Ausstattungsvarianten beinhaltete. So gab es für die überarbeitete Version des R21 optional ein ABS-System, eine Klimaanlage und eine Klimaautomatik.

Besonderes

Der Renault 21 hat eine bemerkenswerte Karosseriestruktur. Das Auto wiegt nur ca. 1050 kg und erreichte dennoch 1987 die damaligen US-Crashnormen. Der Renault 21 wurde in den USA von Chrysler als Eagle Medallion verkauft. In der Karosserie befinden sich Verstärkungen aus Leichtmetalllegierungen, der Motorblock ruht gummigelagert auf dem großen Achsträger, der als Hilfsrahmen die Crashstruktur verstärkt. Die Seitenstabilität erreichen zwei Querträger im Wagenboden. Der ähnlich konstruierte Renault 19 (Gewicht ca. 930 kg) erreichte bei Crash-Vergleichen Anfang der 1990er Jahre Bestnoten, auch im Vergleich zu VW Golf und Opel Astra.

Außerdem ist der R21 in sehr vielen Karosserievarianten gebaut worden, da es zwei Radstände geben musste, um die verschiedenen Motorvarianten (längs oder quer eingebauter Motor) unterzubringen. Der längs eingebaute Motor bedingt einen kürzeren Radstand, sichtbar am vorderen Kotflügel. Das Rad hat hier einen geringeren Abstand zur vorderen Tür als bei Quermotorvarianten. Einige Modelle wurden mit Allradantrieb angeboten.

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