Der Renault 25 (kurz R25) war ein Personenkraftwagen des französischen Automobilherstellers Renault. Es wurde von April 1984 bis Februar 1992 im nordfranzösischen Sandouville bei Le Havre hergestellt.

Rta 730.1 Renault 25 Essence/Diesel

Modellgeschichte

Die Planungen für den R25 begannen bereits 1977. Das als Nachfolger für den Renault 20 und Renault 30 gedachte Modell wurde auf dem Genfer Salon vorgestellt und kam im Frühjahr 1984 auf den Markt. Die bislang übliche Unterscheidung zwischen einem Vierzylinder-Volumenmodell (R20) und einem unter einer eigenständigen Bezeichnung angebotenen Sechszylinder-Spitzenmodell (R30) wurde aufgegeben. Beide Motorbauarten wurden nun unter desselben Modellbezeichnung angeboten.

Karosserie

Obwohl das Fehlen eines Stufenhecks bereits bei den Vorgängermodellen als Mangel angesehen worden war, setzte Renault auch beim R25 weiterhin auf das Fließheck, wobei in der Ausformung der Karosserielinie allerdings ein Stufenheck angedeutet wurde. Bei Vorserienprojekten von Robert Opron und Marc Deschamps waren unter der Bezeichnung "Renault M" und "129" noch sowohl Stufen- als auch Fließheck in Erwägung gezogen worden. Das Armaturenbrett wurde in Italien von Marcello Gandini gestaltet.

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt blieb die Tatsache, dass der Renault 25 einen für diese Epoche bemerkenswert günstigen Luftwiderstandwert besaß, der sogar denjenigen des „Aerodynamik-Weltmeister“ Audi 100 C3 von 1982 unterbot. Der durch die Fließheck-Karosserie begünstigte Cw-Wert lag bei 0,28.

Im Jahr 1985 brachte man eine Version mit einem um 22,7 cm verlängertem Radstand als Renault 25 Limousine auf den Markt, die über entsprechend mehr Platz zwischen Vorder- und Fondsitzen verfügte. Sie war von außen an verlängerten Fondtüren und einer breiteren B-Säule zu erkennen. Das Modell wurde von Heuliez gebaut und war vor allem für politische Würdenträger gedacht. Insgesamt wurden zwischen April 1985 und Juni 1986 832 Fahrzeuge dieses Typs gebaut.

Ausstattungsmerkmale

Als Neuheit wurde ein sprechender Bordcomputer angeboten, der zusätzlich zu den Kontrollleuchten die Fahrzeugfunktionen überwachte und auf Wunsch kommentierte. Bei der Modellvariante V6 Injection zählte er zur Serienausstattung.

Modellpflege

In Juni 1988 erhielt der R25 ein Facelift. Die Karosserieform wurde an der Frontpartie abgerundet, die neuen Heckleuchten waren breiter. Die Abmessungen der Karosserie blieben unverändert, der Innenraum hingegen wurde geringfügig modifiziert. So wurden die Sitze mit neuen Bezugsstoffen angeboten und ergonomischer ausgeformt. Das Armaturenbrett erhielt geänderte Lüftungsschlitze und wurde Anfang der 1990er Jahre aufgepolstert.

Auch die Motoren wurden der technischen Entwicklung angepasst. So wurden alle Benziner mit einem 3-Wege-Katalysator ausgerüstet. Das Topmodell wurde in der Baccara-Version angeboten, die unter anderem Klimaautomatik, Lederausstattung und Wurzelholzapplikationen beinhaltete.

Anfang 1992 wurde die Produktion des Renault 25 eingestellt. Laut Renault Deutschland wurden hierzulande 40.458 Exemplare des R25 verkauft. Abgelöst wurde er im Mai 1992 durch den Renault Safrane.

 

 

Motoren

Ottomotoren

Motortyp

Zylinder/
Ventile

Hubraum
cm³

Max. Leistung

Max. Drehmoment

0-100
km/h
s

Vmax
km/h

Bauzeitraum

Verbaut bei

J6R

4/8

1995

74 kW (101 PS) bei 5500 min−1

158 Nm bei 3000 min-1

11,5

182

1984–1988

TS, GTS

J7T

4/8

2165

79 kW (107 PS) bei 5000 min-1

170 Nm bei 3500 min-1

11,6

187

1988–1992

TX

J7T

4/8

2165

89 kW (121 PS) bei 5250 min-1

178 Nm bei 2750 min-1

10,3

195

1984–1988

GTX

J7R

4/12

1995

99 kW (135 PS) bei 6000 min-1

176 Nm bei 4300 min-1

10,0

203

1989–1992

TI

Z7V

6/12

2664

104 kW (141 PS) bei 5500 min-1

215 Nm bei 2500 min-1

10,0

201

1984–1988

V6 Injection

Z7W

6/12

2849

110 kW (150 PS) bei 5400 min-1

225 Nm bei 2500 min-1

9,3

208

1988–1992

TX V6, V6 Injection

Z7U

6/12

2458

133 kW (182 PS) bei 6000 min-1

280 Nm bei 3000 min-1

8,1

228

1985–1988

V6 Turbo

Z7U

6/12

2458

151 kW (205 PS) bei 5500 min-1

290 Nm bei 2500 min-1

7,4

233

1988–1992

V6 Turbo

Dieselmotoren

Motortyp

Zylinder/
Ventile

Hubraum
cm³

Max. Leistung

Max. Drehmoment

0-100
km/h
s

Vmax
km/h

Bauzeitraum

Verbaut bei

J8S

4/8

2068

46 kW (63 PS) bei 4500 min-1

124 Nm bei 2250 min-1

18,3

155

1984–1988

GTD

J8S

4/8

2068

63 kW (86 PS) bei 4250 min-1

181 Nm bei 2000 min-1

13,1

172

1984–1992

Turbo D, Turbo DX

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