Der Renault Sport Spider wurde ursprünglich als Cup-Spider für den Rennsport konzipiert (Renault Sport Spider Trophy im Vorfeld der Formel 1) und von der Renault Motorsport-Einheit Renault Sport in Dieppe gebaut.

Stahlflex Bremsleitungen Renault Sport Spider 2,0L 16V OK09/09 mit ABE - Black Edition

Die futuristische Karosserieform mit den nach oben aufschwenkenden Scherentüren besitzt in der ursprünglichen Ausführung statt einer Windschutzscheibe einen Luftdiffusor, mit dem der heranströmende Fahrtwind über die Insassen hinweg geleitet wird. Um sich während der Fahrt vor Insekten und Steinchen zu schützen, wurde das Fahren mit Helm empfohlen.

In der Zeit von 1995 bis 1999 wurde er auch als Straßenversion mit Windabweiser oder mit einer beheizbaren Windschutzscheibe hergestellt.

Das Fahrzeugkonzept des Spider basiert auf einem Aluminium-Rahmen. Bestehend aus einem Hauptrahmen sowie zwei Hilfsrahmen vorne und hinten. Der Motor ist als Mittelmotor im hinteren Hilfsrahmen quer eingebaut und leistet aus 2,0 Litern Hubraum 108 kW (147 PS). Das Fahrwerk besteht aus einer Einzelradaufhängung. Vorne aus doppelten Dreieckslenkern und hinten aus Dreiecksquer- und -längslenkern verstärkt durch Stabilisatoren. Vorne sind die Federbeine quer und liegend eingebaut, um die geringe Bauhöhe der Karosserie zu ermöglichen.

 

 

Die Außenhaut des Spiders besteht aus GfK (Glasfaserverstärkter Kunststoff) und ist mit dem Chassis verschraubt. Das Gewicht des stabilen GfK-Kleides ist für das relativ hohe Gesamtgewicht des Spider von ca. 965 kg in der Variante mit Windschutzscheiben verantwortlich. Der Windabweiser-Spider ist mit ca. 930 kg etwas leichter. Das Gesamtpaket verhilft dem Spider aber dennoch zu respektablen Fahrleistungen und einer hervorragenden Straßenlage. Für die entsprechende, renntaugliche Verzögerung sorgt die ursprünglich im Alpine 610 Turbo verbaute Scheibenbremsanlage.

Neben den ausschließlich in Längsrichtung verstellbaren Schalensitzen von Recaro bietet der Spider darüber hinaus eine verstellbare Pedalerie um die Ergonomie an die Fahrergröße anzupassen. Dafür verzichtet man im Spider auf Verdeck, Heizung, Radio sowie auf Bremskraftverstärker, Servolenkung und Hilfseinrichtungen wie ABS oder gar ESP. Als einziges Sicherheitszugeständnis wurde der Windschutzscheiben-Spider ab Werk mit einem Raid-Airbag-Lenkrad (365 mm) ausgestattet, während der Windabweiser-Spider zuvor nur mit einem herkömmlichen 3-Speichen-Lenkrad ohne Airbag ausgeliefert wurde. Im Stand kann der Innenraum beider Spider-Varianten jeweils mit einer aufknöpfbaren Persenning vor eindringendem Regenwasser geschützt werden, für den Fahrbetrieb bei Regen ist diese mittels Reißverschluss in der Mitte teilbar.

Claude Fior hatte von 1994 bis 1996 im Auftrag für Renault Sport den Spider, sowie den Windschutzscheiben-Nachfolger entwickelt. Die Patente für das Windabweiser-Konzept des Spiders besitzt Nogarotech noch heute.

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