Opel Commodore sind mit Sechszylinder-Reihenmotoren versehene Pkw-Modelle des Automobilherstellers Opel, die über drei Modellgenerationen von Anfang 1967 bis Sommer 1982 produziert worden sind.

Radlagersatz MAPCO OPEL COMBO (71_), COMMODORE C Caravan (61), COMMODORE C (14_, 19_), KADETT E Combo (38_, 48_), MONZA A (22_), REKORD E Caravan (61_, 66_, 67_), REKORD E (17_-19_, 11_, 14_, 16_), SENATOR A (29_), VAUXHALL CARLTON Mk II, CARLTON Mk II Estate, COMBO, ROYALE, ROYALE Coupe, VICEROY

Commodore A

Der ab Anfang 1967 erhältliche Opel Commodore A wurde als aufgewertetes Schwestermodell des Opel Rekord C (mit Vierzylindermotoren) auf den Markt gebracht und war als zwei- und viertürige Limousine sowie als Coupé erhältlich und es gab sogar eine Cabrio-Version des Commodore A. Als Motoren standen sechs Varianten zur Verfügung:

  • 2,2 – 95 PS

  • 2,5S – 115 PS, ab 1969: 120 PS

  • 2,5H – 130 PS (GS)

ab 1970 zusätzlich:

  • 2,5E – 150 PS (GS/E)

ab 1971:

  • 2,8H – 145 PS (GS/2.8)

Der kleinste Motor mit 95 PS hatte einen Hubraum von 2,2 Litern und wurde nur in sehr geringer Stückzahl angeboten. Er war identisch mit dem des zuvor angebotenen „Rekord 6“, den es in einer kleinen Serie ein Jahr vor der Einführung der Commodore-Modelle gab.

Zunächst erhältlich waren der 2,5 S mit 115 PS (ab August 1969 mit 120 PS) und das stärkere Modell Commodore GS mit dem Motor 2,5 H (130 PS). Das Spitzenmodell GS/E ab 1970 hatte den Motor 2,5 E mit elektronischer Benzineinspritzung (Bosch D-Jetronic) und 150 PS. In geringem Umfang gab es ab 1971 auch das Modell GS/2.8 mit 2,8 Liter Hubraum und 145 PS.

Merkmal dieser Baureihe war die 1965 mit dem Opel Rekord B eingeführten Opel-CIH-Motorengeneration, bei der (von einer Duplex-Rollenkette angetrieben) die seitlich neben den Ventilen obenliegende Nockenwelle über kurze Hohlstößel und Kipphebel die hängenden Ventile betätigt. Diese Motorengeneration wurde durch fast alle Modelle bis in die 1990er Jahre verwendet: im Omega A (2.4i/2.6i/3.0i), Senator B (3.0i/3.0i 24V) und zuletzt im Frontera.

Vom Commodore A wurden zwischen Februar 1967 und Juli 1971 insgesamt 156.330 Exemplare hergestellt.

 

Technische Daten Opel Commodore A 1967–1971

Technische Daten Opel Commodore A 1967–1971

Opel Commodore:

2200

2500 S

2500 H

2500 E

2800 H

 

 

Motor: 

6-Zylinder-Reihenmotor (Viertakt)

 

 

Hubraum: 

2239 cm³

2490 cm³

2784 cm³

 

 

Bohrung x Hub: 

82,5 x 69,8 mm

87 x 69,8 mm

92 x 69,8 mm

 

 

Leistung bei 1/min: 

70 kW
(95 PS)
bei 4800

84–88 kW
(115–120 PS)
bei 5200–5500

96 kW
(130 PS)
bei 5300

110 kW
(150 PS)
bei 5800

107 kW
(145 PS)
bei 5200

 

 

Max. Drehmoment bei 1/min: 

157 Nm bei 3200

173 Nm bei 3800–4200

186 Nm bei 4250

196 Nm bei 4500

222 Nm bei 3700

 

 

Verdichtung: 

8,2 : 1

9,5 : 1

 

 

Gemischaufbereitung: 

1 Register-Fallstromvergaser

2 Register-Fallstromvergaser

Elektronische Benzineinspritzung Bosch-D-Jetronic

2 Register-Fallstromvergaser

 

 

Ventilsteuerung: 

CIH (Camshaft in head): von hydraulisch gespannter Duplex-Rollenkette angetriebene
obenliegende Nockenwelle, Hängende Ventile über Hohlstößel und Kipphebel betätigt

 

 

Kühlung: 

Wasserkühlung

 

 

Getriebe: 

4-Gang-Getriebe, Knüppelschaltung
(a. W. bis 1968 Powerglide-Zweigangautomatik (GM),
a.W. ab Sept. 1968 für 2500 S/H/E und 2800 H Dreigangautomatik (Opel))

 

 

Radaufhängung vorn: 

Doppelquerlenkerachse, Schraubenfedern

 

 

Radaufhängung hinten: 

Starrachse mit 4 Längslenkern, Panhardstab („Fünflenkerachse") und Schraubenfedern

 

 

Karosserie: 

Stahlblech, selbsttragend

 

 

Spurweite vorn/hinten: 

1410/1410 mm

 

 

Radstand: 

2668 mm

 

 

Länge: 

4574 mm

 

 

Leergewicht: 

1130–1270 kg

 

 

Höchstgeschwindigkeit: 

162–167 km/h

165–175 km/h

175–180 km/h

184–192 km/h

185–190km/h

 

 

0–100 km/h: 

16–17 s

12–15 s

10–12 s

9,5–11 s

11–12 s

 

 

Verbrauch (Liter/100 Kilometer): 

13,0 N

13,5 S

14,0 S

14,0 S

15,0 S

 

 

Commodore B

Im Frühjahr 1972 wurde das Modell Commodore B, auf Basis des Opel Rekord D, eingeführt. Diese Typen waren die ersten des GM-Konzerns, bei denen die Fahrgastzelle mittels Computerberechnungen hinsichtlich des Crashverhaltens optimiert wurde.

 

 

Motorvarianten des Commodore B:

  • Commodore 2.5 (6-Zylinder-Reihenmotor, 1 Registervergaser, 85 kW/115 PS, 1972–1977)

  • Commodore GS 2.5 (6-Zylinder-Reihenmotor, 2 Registervergaser, 96 kW/130 PS, 1972–1973)

  • Commodore 2.8 (6-Zylinder-Reihenmotor, 1 Registervergaser, 96 kW/130 PS; ab 1975: 95 kW/129 PS, 1973–1977)

  • Commodore GS 2.8 (6-Zylinder-Reihenmotor, 2 Registervergaser, 104 kW/142 PS; ab 1975: 103 kW/140 PS, 1973–1977)

  • Commodore GS/E 2.8 (6-Zylinder-Reihenmotor, elektron. Einspritzung Bosch D-Jetronic, 118 kW/160 PS; ab 1975: 114 kW/155 PS, 1972–1977)

Der 2.8 GS/E bildet in dieser Riege das Topmodell mit einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Als Einspritzanlage wurde die elektronische D-Jetronic von Bosch verwendet. Nur der GS/E war mit einer serienmäßigen Servolenkung ausgestattet.

Folgende Zusatzausstattung war erhältlich:

  • 3-Gang Automatikgetriebe (Serie: Handschaltung 4G+R)

  • Servolenkung (Serie GS/E)

  • Aluminiumfelgen mit Bereifung 195/70R14

  • Scheibenantenne (Serie GS/E)

  • Nebelscheinwerfer

  • Scheinwerferreinigungsanlage

  • Metallic-Lackierung

  • Vinyldach

  • Außenspiegel innenverstellbar (Fahrerseite)

  • Außenspiegel Beifahrerseite (nicht innenverstellbar)

  • Veloursitze

Vom Commodore B gab es als Karosserievarianten eine viertürige Limousine und ein Coupé. Dazu entstanden einige Prototypen mit dem 2.8-Einspritzmotor als fünftüriger Kombi (beispielsweise für den Deutschen Ski-Verband), sowie ein dreitüriger Lieferwagen mit dem GS/E Motor. Trotz Commodore-Technik handelte es offiziell aber jeweils um Rekord-Modelle.

Zwischen März 1972 und Juli 1977 entstanden vom Commodore B 140.827 Stück, davon 42.279 Coupés.

 

Technische Daten Opel Commodore B 1972–1977

Technische Daten Opel Commodore B 1972–1977

Opel Commodore:

2500 S

GS 2500 H

2800 SC

GS 2800 HC

GS/E 2800 EC

 

 

Motor: 

6-Zylinder-Reihenmotor (Viertakt)

 

 

Hubraum: 

2490 cm³

2784 cm³

 

 

Bohrung x Hub: 

87 x 69,8 mm

92 x 69,8 mm

 

 

Leistung bei 1/min: 

85 kW
(115 PS)
bei 5200

96 kW
(130 PS)
bei 5300

95–96 kW
(129–130 PS)
bei 5000

103–104 kW
(140–142 PS)
bei 5200

114–118 kW
(155–160 PS)
bei 5400–5600

 

 

Max. Drehmoment bei 1/min: 

174 Nm bei 3800

176 Nm bei 4250

204–206 Nm bei 3800

214–218 Nm bei 3600

217–228 Nm bei 4200

 

 

Verdichtung: 

9,0, später 8,8 : 1

9,0 : 1

9,5, später 9,0 : 1

 

 

Gemischaufbereitung: 

1 Register-Fallstromvergaser

2 Register-Fallstromvergaser

Elektronische Einspritzanlage
Bosch D-Jetronic

 

 

Ventilsteuerung: 

Hängende Ventile, Hydrostößel und Kipphebel (obenliegende Nockenwelle, Duplexkette)

 

 

Kühlung: 

Wasserkühlung

 

 

Getriebe: 

4-Gang-Getriebe, Knüppelschaltung (a. W. Dreigangautomatik (Opel))

 

 

Radaufhängung vorn: 

Doppelquerlenkerachse, Schraubenfedern

 

 

Radaufhängung hinten: 

Starrachse mit Längslenkern und Panhardstab, Schraubenfedern

 

 

Karosserie: 

Stahlblech, selbsttragend

 

 

Spurweite vorn/hinten: 

1434–1450/1400 mm

 

 

Radstand: 

2668 mm

 

 

Länge: 

4607 mm

 

 

Leergewicht: 

1210–1305 kg

 

 

Höchstgeschwindigkeit: 

170–175 km/h

180–184 km/h

175–180 km/h

185–190 km/h

190–200 km/h

 

 

0–100 km/h: 

13–14,5 s

12–13,5 s

12–13,5 s

10,5–11,5 s

9,5–11 s

 

 

Verbrauch (Liter/100 Kilometer): 

13,5–14,5 S

14,5–15,5 S

14,5–15,5 S

15,5–16,5 S

16,5–17,5 S

 

 

Commodore C

Obwohl bereits auf der IAA 1977 vorgestellt, wurde der Commodore C erst im Spätsommer 1978 als zwei- und viertürige Limousine eingeführt. Er besaß die lange Frontpartie des Opel Senator und den 2,5-Liter-Sechszylindermotor des Vorgängers. Ab Herbst 1980 wurde ein Overdrive-Getriebe verbaut, mit welchem elektrisch, per Lenkstockhebel, der 5. Gang zugeschaltet werden konnte. Auf Wunsch gab es auch eine 3-Gang-Automatik.

Ab Anfang 1981 war der Motor auch mit einer L-Jetronic-Einspritzanlage und 130 PS Leistung erhältlich. Dieser Motor wurde auch im Senator verwendet, um die Baureihe nach unten abzurunden (der 2,5 E ersetzt die Variante 2,8 S im Senator und Monza). Der Commodore C besaß die einfache Starrachse und, ab der A- Säule, die Karosserie des Opel Rekord E1, jedoch wurden statt der 4-Loch-Radaufnahmen des Rekord die 5-Loch-Aufnahmen und die innenbelüftete Scheiben- Bremsanlage des Senator / Monza (nur an der Vorderachse) in Kombination mit der Trommelbremse des Commodore B 2,5 S verwendet.

Den Commodore gab es mit zahlreichen Sonderausstattungen wie Tempomat, Sitzheizung, elektrischen Fensterhebern, elektrischen Spiegeln, Klimaanlage und als Besonderheit Klimaanlage in Verbindung mit Stahlschiebedach und zum Beispiel pneumatischen Niveaulift.

Die nur schlecht verkäufliche zweitürige Variante wurde im Juni 1981 aus der Palette gestrichen. Dafür gab es ab April 1981 eine luxuriöse Kombivariante, die Voyage genannt wurde. Von dieser wurden in eineinhalb Jahren jedoch nur 3439 Exemplare produziert. Der Commodore Voyage stellt damit einen der seltensten gebauten Großserien-Pkws dar.

Im August 1982 wurde der Commodore dann gänzlich aus dem Programm genommen. Der Grund lag darin, dass das Marktsegment zwischen Senator und Rekord zu schmal geworden war, so dass diese Modellreihe ohne Nachfolger blieb. Opel befürchtete zudem hauseigene Konkurrenz zwischen Rekord 2.0 E und Commodore 2.5 S sowie Commodore 2.5 E und Senator 2.5 E. Allerdings gab es bis 1990 in Südafrika einen „Commodore C2“, mit der Frontpartie des Senator A2 und dem Heck des Rekord E2.

Alle Modellvarianten wurden weltweit unter verschiedenen Markennamen und Modellbezeichnungen vertrieben, zum Beispiel als Vauxhall Viceroy in Großbritannien oder Holden Commodore in Australien. Prominente Besitzerin eines 1981er Viceroy Estate war Elisabeth II., die ihn zum Transport ihrer Corgis benutzte. Während die Holden-Modelle in Australien produziert wurden, liefen alle Vauxhall-Modelle in Rüsselsheim vom Band.

Der Commodore C entstand zwischen September 1978 und August 1982 in einer Auflage von 80.521 Exemplaren; davon entfielen lediglich 3.439 auf den Voyage.

 

Technische Daten Opel Commodore C 1978–1982

Technische Daten Opel Commodore C 1978–1982

Opel Commodore:

2,5 S

2,5 E

Motor: 

6-Zylinder-Reihenmotor (Viertakt)

Hubraum: 

2490 cm³

Bohrung x Hub: 

87 x 69,8 mm

Leistung bei 1/min: 

85 kW
(115 PS)
bei 5200

96 kW (130 PS)
bei 5600

Max. Drehmoment bei 1/min: 

175 Nm bei 4000

184 Nm bei 4600

Verdichtung: 

9,2 : 1

Gemischaufbereitung: 

1 Register-Fallstromvergaser

Elektronische Bosch-Einspritzung (LE-Jetronic)

Ventilsteuerung: 

Hängende Ventile, Hydrostößel (obenliegende Nockenwelle, Duplexkette)

Kühlung: 

Wasserkühlung

Getriebe: 

4-Gang-Getriebe, Knüppelschaltung (a. W. mit Overdrive oder Dreigangautomatik (Opel))

Radaufhängung vorn: 

McPherson-Federbeinachse, Schraubenfedern

Radaufhängung hinten: 

Starrachse mit 4 Längslenkern, Panhardstab („Fünflenkerachse") und Schraubenfedern

Karosserie: 

Stahlblech, selbsttragend

Spurweite vorn/hinten: 

1443/1424 mm

Radstand: 

2668 mm

Länge: 

4705 mm (Voyage: 4722 mm)

Leergewicht: 

1250–1360 kg

Höchstgeschwindigkeit: 

170–180 km/h

180–190 km/h

0-100 km/h: 

11,5–14 s

11–13 s

Verbrauch (Liter/100 Kilometer): 

13,5–15,0 S

13,0–14,5 S

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Vauxhall Viceroy aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Auf dieser Seite sind auch Versionen und Autorenangaben verzeichnet.

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