
- Hauptkategorie: Jaguar
- Kategorie: Jaguar S-Type
Jaguar S-Type (1999-2007)
Der Jaguar S-Type ist eine Limousinenbaureihe der oberen Mittelklasse des britischen Herstellers Jaguar.
Sie wurde Anfang 1999 eingeführt und erinnert stilistisch an Jaguar-Limousinen der 1960er Jahre, insbesondere die von 1963 bis 1968 gebaute gleichnamige Baureihe.
Eine grundlegende Modellpflege erfolgte im April 2002. Dabei wurde der Innenraum, insbesondere das Armaturenbrett, neu bzw. hochwertiger gestaltet. Auch die Technik des S-Type wurde zu diesem Zeitpunkt in einigen Punkten verbessert. Beispielsweise kam seitdem ein 6-Stufen-Automatikgetriebe des deutschen Herstellers ZF zum Einsatz. Zudem wurde erstmals das Topmodell S-Type R mit Kompressoraufladung eingeführt. Der V8 wurde gleichzeitig von vier auf 4,2 Liter Hubraum vergrößert. Der ebenfalls 2002 dem X-Type entliehene 2,5 Liter-V6 wurde jedoch nach nur gut drei Jahren wieder aus dem Programm genommen. Im Juni 2004 wurde der S-Type nochmals leicht überarbeitet. So erhielt zum Beispiel das Heck eine leicht veränderte Form und neue Rückleuchten. Zusätzlich wurde der 2,7 Liter große Dieselmotor eingeführt. Weiterhin wurde seitdem die Motorhaube aus Aluminium statt wie zuvor aus Stahl gefertigt. Die Produktion des S-Type wurde im Herbst 2007 beendet. Nachfolger wurde im Frühjahr 2008 der Jaguar XF. Im Jahr 2008 wurde Jaguar an die indische Tata Motors verkauft.
Was ist der Neupreis eines Jaguar S-Type? Originale Preislisten gibts hier.
- Hauptkategorie: Jaguar
- Kategorie: Jaguar S-Type
Jaguar S-Type (3.4 Litre S/3.8 Litre S) (1963-1968)
Der Jaguar S-Type war eine Pkw-Baureihe der oberen Mittelklasse, die vom Hersteller Jaguar erstmals 1963 auf der London Motor Show vorgestellt wurde.
Der S-Type war konzipiert worden, um die Lücke zwischen dem erfolgreichen Jaguar Mark II und dem großen Mark X zu schließen.
Der S-Type basierte auf dem Jaguar Mark II und war im Grunde eine aktualisierte, leicht vergrößerte Variante dieses Fahrzeugs. Zwar wurde der S-Type – anders als der Mark II – mit der bereits beim Mark X und E-Type verwendeten Hinterachskonstruktion mit Einzelradaufhängung versehen, teilte sich ansonsten jedoch vieles vom Karosserieaufbau mit dem Mark II. Türen, Windschutzscheibe und Motorhaube waren identisch, die vorderen Kotflügel wurden leicht überarbeitet übernommen. Das Dach wurde hinten für mehr Kopffreiheit angehoben und entsprechend die Heckscheibe verändert und steiler gestellt. Die markanten Stoßstangen des Mark II entfielen zugunsten dünnerer – und nach den Worten einiger Kritiker preiswerter herstellbarer – Einheiten. Die Heckpartie musste komplett neu entworfen werden, da die neue Einzelradaufhängung den Kofferraum sonst zu sehr eingeschränkt hätte. Deshalb wurde für die geänderte Hinterachskonstruktion ein längeres Heck im Stil des Mark X konstruiert.
Die neue, viel schwerere Hinterachse gab dem Auto einen eigenständigen Charakter. Statt der aus dem Mark II bekannten Sportlichkeit wurde das Fahrverhalten nun als komfortabel empfunden. Damit korrespondierten die Servolenkung und das Borg-Warner 35 Automatikgetriebe, zwei wahlweise lieferbare Bequemlichkeits-Features, die beim S-Type vergleichsweise häufiger geordert wurden als beim Mark II. Zur Serienausstattung gehörte allerdings auch hier ein manuelles Vierganggetriebe. Wenn der Mark II jedoch auch bei identischer Motorisierung bessere Fahrleistungen bot, erlaubte die Aufhängung des S-Type höhere Kurvengeschwindigkeiten und damit eine insgesamt bessere Performance. Zunächst wurde das Vierganggetriebe von Moss mit unsynchronisiertem ersten Gang (im Volksmund Crash-Box) verbaut, zum November 1964 wurde diese altertümliche Konstruktion durch ein von Jaguar konstruiertes, voll synchronisiertes Vierganggetriebe (mit fakultativem Overdrive von Laycock de Normanville) abgelöst.
Angeboten wurde der S-Type mit den bereits aus dem Mark II bekannten XK6-Reihensechszylindermotoren mit 3,4 und 3,8 Litern Hubraum und 213 PS (157 kW), bzw. 223 PS (164 kW) Leistung. Diese wurden als Jaguar 3.4 S bzw. 3.8 S verkauft. Eine Daimler-Version wurde nicht angeboten.
Im Gegensatz zum leichteren Mark II war die 2,4-Liter-Maschine nicht für den S-Type erhältlich. Auch der 4,2 Liter große Sechszylinder wurde nicht im S-Type angeboten; in diesem Fall scheiterte der Einbau des Triebwerks an den engen Platzverhältnissen im Motorraum. 1966 erschien mit dem Jaguar 420 letztlich doch eine Variante mit dem 4,2-Liter-Motor; dieses Modell hatte allerdings eine geänderte Frontpartie, die an den Mark X angelehnt war.