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Jeep Cherokee (1984-2001)
Jeep Cherokee ist der Name mehrerer allradgetriebener SUVs, die ursprünglich von der Firma AMC hergestellt wurden.
Seit 2021 wird er vom Automobilkonzern Stellantis unter der Automobilmarke Jeep produziert und verkauft.
Ab dem Modell XJ wurde er auch in Europa angeboten. Von 2001 bis 2013 wurde das Modell auf dem Heimatmarkt unter der Bezeichnung Jeep Liberty vermarktet.
1984 kam die Firma Jeep mit einer neuen Generation von Geländewagen auf den Markt. Das in seinen Dimensionen für amerikanische Verhältnisse eher klein geratene Fahrzeug passte perfekt nach Europa und profitierte von dem Boom der Geländewagen in den frühen 1990er Jahren. Zu Beginn mit einem 2,8-l-V6-Motor von Chevrolet mit 115 PS bzw. einem 2,5-l-Reihenvierzylinder von AMC mit 105 PS ausgerüstet, wurde der Cherokee mit dem Einbau des 4,0-l-Sechszylindermotors, einer Eigenentwicklung von Jeep, zu einem Erfolgsmodell. Der Vierzylinder von AMC wurde später mit Einspritzung ausgerüstet und brachte es auf 122 PS.
Die Leistung des 4,0-Liter-Motors betrug je nach Modelljahr zwischen 125 und 136 kW (170/185 PS) und sorgte in Verbindung mit zuschaltbarem Allradantrieb, Automatik und ca. 1600 kg Leergewicht für eine Beschleunigung von 0–100 km/h in knapp 9–10 s bei einem Durchschnittsverbrauch von 14 bis 17 l Normalbenzin auf 100 Kilometer. Die Höchstgeschwindigkeit des 4,0-Liter-Modells war elektronisch auf 180 km/h begrenzt. Geringen Anteil an den Gesamtstückzahlen des Cherokee hatte die Dieselvariante, zuerst mit einem Motor von Renault mit 60 kW (82 PS), später mit einem 84 kW (115 PS) starken Motor des italienischen Herstellers VM Motori, der jedoch durch mangelnde Standfestigkeit im Bereich des Zylinderkopfes und der Steuerkette auffiel. Die ursprüngliche Version des Jeep Cherokee war auch als Pickup mit Zweierkabine unter der Bezeichnung Jeep Comanche mit der gleichen Motorisierung erhältlich.
Anfang der 1990er Jahre wurde mit dem Grand Cherokee ein größeres Modell mit V8-Motor angeboten, das über geringfügig bessere Fahrleistungen und wesentlich mehr Innenraum und Fahrkomfort verfügte.
Ab Modell 1997 bot Jeep eine runderneuerte Variante des Cherokee an. Die Antriebstechnik wurde vom Vorgänger fast unverändert übernommen, allerdings überarbeitete Jeep das Design der Karosserie und vor allem den Innenraum. Auch Fahrkomfort und Geräuschkulisse wurden erheblich verbessert. Motorseitig wurden der bekannte Vierzylinder mit 2,5 Litern Hubraum mit 97 kW (131 PS) und der PowerTech-Sechszylinder weiterhin angeboten. Letzterer leistete aus 4 Litern Hubraum je nach Modelljahr von 124 kW bis 139 kW (169 PS bis 190 PS). In Europa war außerdem noch ein Turbodiesel von VM im Programm, der auch im damaligen Grand Cherokee eingesetzt wurde und wie dort 84 kW (115 PS) leistete. Zur Kraftübertragung kamen Fünfgang-Schaltgetriebe oder eine Vierstufen-Automatik von Aisin/BorgWarner zum Einsatz.
Was ist der Neupreis eines Jeep Cherokee? Originale Preislisten und weitere Informationen gibts hier.

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Jeep Cherokee (2001-2008)
Seit 2001 wird der Jeep Cherokee auf dem Heimatmarkt in den USA unter der Bezeichnung Jeep Liberty angeboten, nur noch in Europa und im nördlichen Afrika wird er unter dem Namen Jeep Cherokee vermarktet.
Bei diesem Modell handelt es sich in technischer Hinsicht aber nicht um einen Nachfolger des Jeep Cherokee, sondern es repräsentiert eine neue Modellreihe.
Die Modellreihe Jeep Grand Cherokee als Nachfolger des Wagoneer wird bis heute weitergeführt. Der ursprüngliche Jeep Cherokee wurde eingestellt und nur der Name wiederbelebt.
Angeboten wurde der Cherokee in Europa anfangs als Modell mit zuschaltbarem Allradantrieb (Command-Trac). In Amerika werden auch reine Hecktriebler angeboten. Bis 2006 war auch ein Vierzylinder-Benziner mit 108 kW (146 PS) erhältlich. Ansonsten wurde neben dem 3,7-Liter-V6-Benziner vor allem für Europa auch ein 2,5-Liter-Diesel von VM Motori angeboten. Ab 2004 gab es zusätzlich eine 2,8-Liter-Version mit einer Fünfstufen-Automatik und permanentem Allradantrieb mit abschaltbarer Vorderachse (Select-Trac); der kleinere Dieselmotor wurde aus dem Programm genommen.
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Jeep Cherokee (2008-2012)
Für das Modelljahr 2008 stellte Chrysler den auf dem Dodge Nitro basierenden Jeep Cherokee, in den Dimensionen als geringfügig größeres Modell vor.
In Amerika war er als Jeep Liberty seit Anfang 2008 zu bestellen, in Europa als Jeep Cherokee im Herbst desselben Jahres.
Antriebsseitig ist der Jeep Liberty mit dem bekannten 3,7-Liter-V6-Benziner ausgestattet, der 157 kW (214 PS) und 319 Nm Drehmoment leistet. Dieses Modell ist auf dem US-Markt in den Ausstattungsvarianten Jeep Liberty Sport und Jeep Liberty Limited erhältlich. Wahlweise kann zwischen einer Sechsgangschaltung und einer Vierstufenautomatik gewählt werden.
Für Europa ist der ebenfalls aus dem Vorgänger bekannte VM-Turbodiesel mit Common-Rail-Einspritzung mit der Modellbezeichnung 2.8 CRD im Programm. Der Motor leistet 130 kW (177 PS) bei 3800 1/min. In der mit der Sechsgangschaltung ausgestatteten Sport-Version erreicht er 410 Nm, in der Automatikversion 460 Nm. In den Ausstattungsvarianten Limited und Limited Exclusive ist die Automatik serienmäßig und beinhaltet zusätzlich eine Bergabfahrhilfe. Das Allradsystem (Selec-Trac II) bietet die Möglichkeit, sowohl automatisch als auch manuell vom Heck- in den Allradantrieb zu schalten.
Seit 2011 ist der Cherokee in Europa, Italien ausgenommen, nicht mehr erhältlich. Das begründet Fiat Group damit, dass „das Auto […] im Verkauf nicht so wirtschaftlich war“, wie man es sich vorgestellt hätte.
Im Sommer 2012 wurde die Produktion des Liberty eingestellt, da das Werk in Toledo/USA für den ab Herbst 2013 gebauten Nachfolger umgebaut werden musste. Das ab dem Modelljahr 2014 angebotene Modell wird auch in Nordamerika wieder den Namen Cherokee tragen.
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Jeep Cherokee (2013-2023)
Seit 2013 wird das Modell wieder weltweit als Jeep Cherokee angeboten, die Modellbezeichnung Liberty entfällt.
Ursprünglich sollte die Markteinführung in den USA im Sommer 2013 erfolgen.
Aufgrund von Problemen mit der 9-Stufen-Automatik musste sie immer wieder verschoben werden, so dass die ersten Modelle erst Ende Oktober ausgeliefert werden konnten.
Für den nordamerikanischen Markt ist der Jeep Cherokee mit einem 2,4-Liter-Vierzylinder von Fiat mit 137 kW (186 PS) oder einem neuen 3,2-Liter-Pentastar-V6-Motor mit 200 kW (272 PS) erhältlich. Dieser ist eine Ableitung der aus Grand Cherokee und Wrangler bekannten 3,6-Liter-Maschine. Es kann zwischen Front- und Allradantrieb gewählt werden.
Für den russischen Markt und den Mittleren Osten ist der Jeep Cherokee mit einem 2,4-Liter-Vierzylinder mit 130 kW (177 PS) oder dem 3,2-Liter-V6-Motor mit 200 kW erhältlich, auch hier jeweils mit Front- oder Allradantrieb.
Seit März 2014 wird der Cherokee auch in Deutschland angeboten, antriebsseitig gibt es zwei Diesel und einen Ottomotor. Der 3,2-Liter-Pentastar-V6-Motor mit 200 kW (272 PS) ist serienmäßig mit Allradantrieb und einer Neunstufen-Automatik von ZF kombiniert. Als Dieselmotoren stehen zwei Varianten des bewährten 2,0-Liter-Multijet von Fiat für den Cherokee zur Wahl, entweder 103 kW (140 PS) oder 125 kW (170 PS). Beide haben ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmeter, beim 103-kW-Motor mit Sechsgang-Schaltgetriebe kann zwischen Front- und Allradantrieb gewählt werden. Die leistungsstärkere Variante (170 PS) ist an das Neunstufen-Automatikgetriebe mit Allradantrieb gekoppelt.
Seit Juli 2015 werden zwei neue Dieselmotoren mit 185 oder 200 PS angeboten, beide mit einem maximalen Drehmoment von 440 Newtonmetern, wobei die 200-PS-Variante nur in Verbindung mit der Version „Limited“ und die 180-PS-Variante nur als „Longitude“ verfügbar ist. Im Vergleich zum Vorgängermotor liefert der neue 2.2 MultiJet II mit 200 PS um 25 Prozent mehr Drehmoment und 17 Prozent mehr Leistung bei einem um drei Prozent auf 5,7 l/100 km reduzierten Verbrauch. Der 2.0 MultiJet mit 170 PS wird nicht mehr angeboten. Die 140-PS-Variante des 2.0 MultiJet wird es nur noch mit Frontantrieb und Sechsgang-Schaltgetriebe geben. Auch eine neue Einstiegsvariante „Sport“ geben ist in Vorbereitung. Zur Serienausstattung zählen 17-Zoll-Leichtmetallräder, Klimaanlage, Tempomat und Bluetooth-Konnektivität.
Auf der NAIAS im Januar 2018 wurde eine überarbeitete Version des Cherokee vorgestellt. In Europa ist sie seit September 2018 erhältlich.
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